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Aktuelles rund um den Zahn

 

Rückenschmerz bei schiefen Zähnen

Fehlstellungen der Zähne welche schief aus dem Kiefer wachsen, sind häufig die Ursache von Rückenschmerzen. Bei Zahnfehlstellungen fangen die Beschwerden im Rückenbereich meist mit Kopfschmerzen an. Den Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und Fehlstellungen der Zähne erkennen auch zunehmend Zahnärzte und Kieferorthopäden. Dass hier eine Wechselwirkung besteht, welche den gesamten Organismus betrifft, wird deutlich wenn man die falsche Belastung des Kiefers bei Zahnfehlstellungen mit der Wirkung auf die Wirbelsäule vergleicht. Hierdurch wird das gesamte Bewegungssystem negativ und häufig schmerzhaft beeinflusst.

Eine Art Wechselwirkung entsteht bei einem Kreuzbiss. Hierbei liegen beim Biss die unteren Frontzähne über den oberen Frontzähnen. Dies kann in vielen Fällen zu einer Skoliose führen. Bei einer Skoliose verbiegt sich durch die falsche Belastung des Kiefers die Wirbelsäule als Schutzfunktion in eine seitliche Richtung. Man geht nach Schätzungen der deutschen Zahnärzte davon aus, dass sich ca. 500 Kieferorthopäden in Deutschland mittlerweile ernsthaft mit dem Thema der ganzheitlichen Zahnmedizin auseinandersetzen und Fortbildungsmaßnahmen in dieser Richtung besuchen. So kann gezielt nach Ursachen für Rückenschmerzen bei schiefen Zähnen geforscht werden und der Zahnarzt seine Patienten bei derartigen Beschwerden zur Weiterbehandlung an einen Kieferorthopäden überweisen.

Viele Kieferorthopäden haben heute das Wissen, der Bewegungsapparat und die Stellung der Zähne stehen in einem direkten Zusammenhang. Außerdem ergeben sich aus Änderungen der allgemeinen Körperhaltung, welche durch Alterung, einseitige Belastungen usw. entstehen automatisch auch Änderungen in der Zahnstellung. So werden zunehmend bei der Untersuchung von Kieferanomalien und Zahnfehlstellungen auch die Beinlängen, die Halswirbelsäule und der Zustand des Beckens mit einbezogen.

In diesem Zusammenhang der verschiedenen Körperregionen wird dann vom Kieferorthopäden festgestellt, wo das eigentliche Problem dar Zahnfehlstellung seinen Ursprung hat. Weiterhin können bedingt durch Zahnfehlstellungen Tinnitus, Migräne und Kopfschmerzen entstehen und die Aussprache bis hin zum Lispeln verändern. Durch einen Fehlstand der Oberkieferfrontzähne (einen tiefen Biss, oder Steilstand) wird zwangsläufig die Beweglichkeit des Unterkiefers ausgebremst. Hierdurch entsteht in der Regel eine verstärkte Belastung im Kiefergelenk, dieses wiederum kann die Gelenkkapseln schädigen und zum Gelenkknacken führen. Weiterhin entsteht ein Druck auf den Gehörgang, was wiederum Tinnitus (Ohrgeräusche) und einen Druck auf die gesamte Basis des Schädels ausüben kann.

 


 

Ein gesunder Kindermund

Die meisten Zahnlücken im Erwachsenenalter werden schon im Kindermund angelegt. Der Grund hierfür ist in den meisten Fällen falsche oder mangelhafte Aufklärung bei der Zahnpflege im Kindesalter durch die Eltern. Denn durch die richtige Pflege des kindlichen Milchgebisses werden die Weichen für den Erhalt der späteren Zähne gestellt. Viele Kinder können bei der Zahnpflege nicht auf die Anleitung durch die eigenen Elternbauen und sind häufig bei den ersten Versuchen mit der Zahnbürste ganz auf sich alleine gestellt. Umfragen haben ergeben, dass 25% der Kinder bis zu 6 Jahren Aufgrund eigener Erfahrungen ihre Zähne putzen, oder keinerlei Pflege der Kauwerkzeuge vornehmen. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass viele Erwachsene mit Kleinkindern kaum in der Lage sind, diesen den richtigen Umgang bei der Zahnpflege beizubringen. Dies liegt einfach nur daran, dass den Erwachsenen das Wissen bezüglich der frühkindlichen Zahnreinigung fehlt. Weder über die Häufigkeit (mindestens 2 Mal Täglich die Zähne putzen) noch über den Zeitraum (ca. 2 Minuten die Zahnbürste benutzen) wussten viele Eltern keine richtige Antwort zu geben.

Weiterhin ist vielen Eltern von Kleinkindern immer noch nicht klar, dass zuviel Süßes und Unmengen an gezuckerter Limonade dafür verantwortlich sind, dass Kinder häufig Löcher durch Kariesbefall in den Zähnen haben. Genau dieses Unwissen und häufig auch die Gleichgültigkeit der Eltern tragen dazu bei, dass fast 50% der Kinder unter 7 Jahren Karies haben. Speziell Limonade mit einem hohen Zuckeranteil und die hierin enthaltene Säure wurde von den Eltern kaum für Karies ihrer Kinder in Betracht gezogen. Das richtige Verhalten bei der Zahnpflege von Kinderzähnen ist ein wichtiger Bestandteil der Kindererziehung und wird immer noch von vielen Eltern sehr unterschätzt. Sicherlich spielt bei der frühkindlichen Zahnpflegeerziehung der Umstand mit hinein, dass Kinder das erlernte Wissen bis in Alter beibehalten und dieses somit ein fester Bestandteil der eigenen Individualität wird. Die Gewohnheiten des Kindes halten sich in den meisten Fälle bis ins hohe Alter.

Mangelhafte Mundhygiene ist somit auch eine Erscheinung, welche auf mangelhafte Erziehung zurückzuführen ist. Kranke Kinderzähne und angegriffenes Zahnfleisch sind die Vorboten für spätere Erkrankungen am Herzen und Kreislauf.

Der Beginn des Zähneputzens bei Kindern fängt an, sobald die ersten Milchzähne sich den (schmerzhaften) Weg durchs kindliche Zahnfleisch gebahnt haben. Ab jetzt sollen die Zähne des Kindes mindestens 2 Mal täglich mit einer nicht zu harten Zahnbürste geputzt werden. Die hierbei verwendete Zahnpasta sollte Fluor in einer, dem Kindesalter angeglichenen Menge enthalten. Beim Putzen der Kinderzähne sollte die Zahnbürste in kreisenden Bewegungen auch die Zahnoberflächen gründlich reinigen. Die Größe des Bürstenkopfes muss dem kindlichen Gebiss angepasst sein und die Borsten der Zahnbürste dürfen nicht zu hart sein. Ab ca. drei Jahren sollten Eltern mit den Kindern das eigene Zähneputzen üben und diese dazu auffordern, selbständig zur Zahnbürste zu greifen. Natürlich sollten Eltern die Kinder beim eigenen Zähneputzen beobachten und selbst entscheiden, ab welchem Alter Anleitungen zum richtigen Zähneputzen nicht mehr erforderlich sind.

Die frühere irrtümliche Meinung, Milchzähne fallen aus und müssen von daher nicht gepflegt werden, ist in der heutigen Zeit längst überholt und das Gegenteil ist richtig. Wenn der Mund und die Zähne des Kleinkindes vom Anfang an richtig gepflegt wurden, ergibt sich so automatisch die richtige Zahnhygiene für ein strahlendes und gesundes Gebiss bis in hohe Lebensalter.

 


 

Kranke Zähne verursachen Herzbeschwerden

Sind die Zähne chronisch entzündet, können hierdurch Schlaganfälle ausgelöst werden, ständige Herzbeschwerden entstehen und auch Erkrankungen der Atemwege verursacht werden. Gerade wenn sich Bakterien in den Zahnfleischtaschen eingenistet haben um sich an diesen geschützten Orten fleißig zu vermehren, können diese über den Blutkreislauf das Herz angreifen und dieses aus dem Takt bringen. Nach umfangreichen Parodontosebehandlungen können diese gesundheitlichen Probleme wieder in den Griff bekommen werden. Allerdings ist es kaum unter der Bevölkerung bekannt, wie kranke, vereiterte Zähne die gesamte Gesundheit negativ beeinflussen kann. Selbst bei schwangeren Frauen können durch kranke Zähne und mangelnde Mundhygiene teilweise Fehlgeburten ausgelöst werden. Ein Körper ist nur so gesund, wie seine Zähne. Diese Weisheit ist en wenigsten Menschen bekannt. So besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der weit verbreiteten Krankheit Diabetes mit der Zahnkrankheit Parodontitis.

Die Anfänge einer entstehenden Parodontitis werden von den meisten Patienten kaum bemerkt, da Parodontitis im Anfangsstadium keine Schmerzen verursacht. Es bilden sich Zahnfleischtaschen, Bakterien nisten sich ein und langsam aber stetig wird der Kieferknochen abgebaut. Im weiteren Verlauf der entstehenden Parodontitis, der bakteriell bedingten Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates manifestiert, kommt es zu Rötungen des Zahnfleisches mit Zahnfleischblutung, dann lockern sich die ersten Zähne und es entsteht ein sehr unangenehmer Mundgeruch, welcher an verwesende Speiserückstände erinnert. Keime im Zahnbelag, das Plaque sind hierfür die Auslöser. Hiervon sind im besonderen Masse gerade Zigarettenraucher betroffen, da die Zusatzstoffe, das Papier und die Geschmacksverstärker im Zigarettentabak ein guter Nährboden für Parodontitis ergeben und Folgeerkrankungen wie akute Herzprobleme fördern.

Kranke Zähne, entzündetes Zahnfleisch und ein mangelhaft gepflegter Mundraum belasten den gesamten Körper nachhaltig. Andauernd werden aus den entzündeten Zahnfleischtaschen Botenstoffe an den restlichen Körper abgegeben, die an anderen Stellen für Entzündungen verantwortlich sind und über die Blutbahnen zu empfänglichen Stellen gelangen. Einige Bakterien der entzündeten Zahnfleischtaschen sind so hartnäckig, dass diese in die Zellwände der Gefäße eindringen und über diesen Umweg sehr viele, schwerwiegende Krankheiten auslösen können. Als Beispiele werden Entzündungen an der inneren Haut des Herzens, die Endocarditis genannt. Somit reiht sich Parodontitis neben erhöhten Werten des Blutfettes, Bluthochdruck und Übergewicht in die Hauptrisiken für einen Schlaganfall und den klassischen Herzinfarkt ein.

Gerade für Diabetiker ist Parodontitis ein gefährliches, zusätzliches Risiko. Bei unbehandelter Parodontitis kann sich die Zuckerkrankheit stark verschlechtern, weil die Entzündungen im Mundraum innerhalb der Zahnfleischtaschen verhindern, dass die Hormone im Insulin stark an ihrer Wirkung verlieren. Hierdurch können Schädigungen an den Nieren, sowie Verschlüsse an den Arterien der Beine entstehen. Unabhängig hiervon erkranken Diabetiker wesentlich häufiger an Parodontitis als Menschen ohne dieses Leiden. Dies liegt daran, dass durch erhöhte Blutzuckerwerte die Zähne in ihrer natürlichen Widerstandkraft geschwächt sind. Dies wiederum führt dazu, dass Infektionen schneller greifen können.

 


 

Zahnarztbesuch in Spanien für Kinder bald kostenlos

Die zahnärztlichen Behandlungen in Spanien werden bisher vom spanischen Gesundheitswesen finanziell nicht unterstützt. So haben viele der jugendlichen und Kinder große Probleme mit den Kosten. Hieraus resultieren gravierende Zahnprobleme, Fehlstellungen und letztlich Karies. Hier will Spanien nun in einer Vorreiterrolle schon bald Vorbild in Europa werden. Speziell für Kinder und Jugendliche soll künftig der Gang zum Zahnarzt kostenlos sein.

Am 10. September 2007 gab das spanische Gesundheitsministerium in Madrid bekannt, dass an einem Gesundheitsplan gearbeitet wird, der die zahnärztliche Grundversorgung der rund ca. vier Millionen Kinder in Spanien kostenlos behandeln soll. Schon ab dem Jahre 2008 sollen spanische Kinder zwischen 7 und 16 Jahren die zahnärztliche Versorgung kostenlos erhalten. Speziell werden Zahnfüllungen, das Entfernen der Milchzähne, Revisionen und je nach Bedarf auch umfangreichere Zahnbehandlungen kostenlos angeboten. Hiervon ausgenommen sind die Endotontie und die Gebissregulierung.

Durch dieses vorbildliche Vorhaben will sich nun gesamt Spanien an die bisherigen Regelungen von Andalusien, dem Baskenland und Aragonien anschließen. Die hierdurch anfallenden Kosten sollen zu gleichen Teilen die autonomen Regionen und der spanische Staat tragen. Grundsätzlich geht man nach Berechnungen davon aus, dass hierbei im Durchschnitt je Kind/ Jugendlicher ca. EUR0 50.- zu veranschlagen sind.

 


 

Menschen mit attraktiven Gesichtern sind erfolgreicher

Verschiedene Studien belegen eindeutig, dass intelligent und gesellig, leistungsbereit und erfolgreich in direktem Zusammenhang mit attraktiven Gesichtern steht. Innerhalb der ersten Momente entsteht der Eindruck, den wir von unserem Gegenüber haben. Die herausragende Rolle bei dieser ersten Einordnung spielt immer das Gesicht. Sympathischer und uns näher ist sicherlich der Mensch mit einem schönen Gesicht und dem attraktiven, strahlendem Lächeln. Führungskräfte wurden in Langzeitstudien befragt, in wie weit die äußere Erscheinung auf eine Karriere Einfluss nimmt. Aufgrund dieser Studien wird die Bedeutung der äußeren Erscheinung seit 1980 ständig höher gesehen. Auch wurde hier angegeben, dass der Faktor Schönheit mehr zählt, als persönliche Kontakte. So ist es als erwiesen anzusehen, dass schöne Menschen leichter Karriere machen, eher zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden und grundsätzlich leichter eingestellt werden. Diese Erkenntnisse treffen bei Männern in Spitzenpositionen eher zu als bei Frauen. Weiße Zähne mit geraden Zahnreihen, glatte Haut, ein schlanker, gut durchtrainierter Körper und harmonische Gesichtszüge gelten als Ausdruck der Schönheit.

Natürlich hat nicht jeder Mensch diese angeborenen Voraussetzungen für unsere Vorstellungen von Schönheit. Aber in vielen Fällen kann hier Abhilfe geschaffen werden. So sind unsere Zahnärzte und Kieferchirurgen heute in der Lage, fast in jedem Fall für schöne Zähne zu sorgen. Dies ist für die meisten Menschen eine sehr wichtige Maßnahme für das eigene Selbstwertgefühl. Dank der heutigen Zahnmedizinischen Methoden sind in den meisten Fällen von Zahnfehlstellungen, Karies oder dem Verlust einiger Zähne gravierende Verbesserungen zu erreichen. Schief stehende, verfärbte und beschädigte Zähne werden heute Dank der modernen Zahnmedizin wieder in das strahlende Licht gerückt und somit in ein perfektes Gebiss eingebunden.

Durch den Einsatz der heutigen professionellen Zahnreinigung und der Bleaching Methoden werden verfärbte Zähne wieder vorzeigbar und bringen das gewünschte, strahlende Lächeln ins Gesicht. Mit den Veneers, dünne Verblendschalen aus Keramik, bekommen die krummen und/oder beschädigten Zähne wieder eine natürliche, weiße Farbe und erhalten die gewünschte Optik.

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Implantate

Die Versorgung mit Sofort-Implantaten. Die schnelle Möglichkeit für den perfekten Biss.

Dass Implantate nach dem Verlust eines oder mehrerer Zähne so früh als möglich in den Kiefer gepflanzt werden sollen, ist nun schon seit langem bekannt. Allerdings streiten sich die Zahnexperten immer noch darüber, nach welchem Zeitraum die Implantate mit Brücken und Kronen versorgt werden sollen und wann genau diese dann wie stark belastet werden dürfen. Um nicht zu verkümmern, braucht das Gehirn ständige Reize und Aufgaben. Ähnlich ist es bei dem Gewebe der Knochen. Auch hier wird, um der Verkümmerung vorzubeugen, eine kontinuierliche Belastung gefordert. Die Stimulation bei den Kieferknochen erfolgt über die Kräfte, welche bei dem Kauen, der Nahrungszerkleinerung über die Zähne weitergegeben werden. Grundsätzlich ist ein Schwund der Kieferknochen immer dann vorhanden, wenn Zähne verloren gegangen sind. Dies wird verhindert, durch das Einpflanzen von künstlichen Zahnwurzeln.

Somit liegt es auf der Hand, dass eine frühzeitige Versorgung mit Implantaten nach einem Verlust der Zähne eine wichtige Maßnahme gegen den Verlust von Kieferknochen Substanz darstellt und Langzeitschäden verhütet. Die eigentlichen Strukturen des Weichgewebes und der Kieferknochen bleiben bei einer Sofort Implantation erhalten. Die künstliche Zahnwurzel wird vom Dentisten direkt nach dem Verlust oder der Extraktion in das bestehende Zahnfach eingepflanzt. Nach einem Zahnverlust durch einen Unfall, Entzündungen chronischer Art, oder Schäden an den Knochen und Weichteilen, ist eine Sofort Implantation nicht zu empfehlen. Hier sollte auf jeden Fall eine ausreichende Heilungszeit eingeplant werden.

In der Einheilungsphase Schonung?
Bis vor kurzem galt bei Zahnexperten die Regel, wenn die Implantation direkt nach dem Zahnverlust, oder der Extraktion folgt, darf das Implantat in einer ca. sechs Monate dauernden Einheilzeit nicht belastet werden. Das Risiko des Verlustes eines Implantates und der Prothetik ist wesentlich größer, je verkürzter die Einheilungszeit ist und das Implantat belastet wird. und unter Druck gerät. Genau diese Angaben sollen angeblich von einer Vielzahl Studien belegt werden. Genau aus diesem Grunde wurde in der Einheilungszeit den Patienten ei Provisorium eingesetzt. Dieses führte dazu, dass der Zahnarztbesuch zumindest ein zweites Mal stattfinden musste.

Als einzige Ausnahme galt nur, dass bei einem komplett zahnlosen Unterkiefer drei bis vier Implantate mit einem Steg verbunden sind und diese dann durch eine Vollprothese sofort belastet werden können. Hier wird dann auch der Ausdruck Verblockung angewendet. Der Grund für die sofortige Belastung lag in der Annahme, dass die eingepflanzten Implantate von dem sie umgebenen Gewebe zusätzlich abgestützt wurden. Die Erfolgsquote bei einer sofortigen Belastung von Implantaten im Oberkiefer ergab allerdings nur ca. 50% Gerät nun die bisherige Theorie ins Wanken

Gerät nun die bisherige Theorie ins Wanken?
Erste klinische Studien belegen inzwischen, dass die bisherige Regel, Implantate nicht sofort zu belasten, in Zweifel gezogen wird. So soll nun versucht werden, Kräfte die auf das Implantat durch die Nahrungszerkleinerung einwirken umzulenken. Sie sollten so minimiert werden, dass ein gewisser Druck nicht überschritten wird. Durch neuartige Insertionsmethoden und einer wesentlichen Verstärkung des Drehmomentes, könnte sich die Primärstabilität der Implantate im Knochen verbessern lassen. Auch die veränderte Oberfläche der modernen Implantate könnte hierzu beitragen. Diese neuartigen Maßnahmen werden es gestatten, Implantate umgehend mit einem Aufbau, der Prothetik zu versorgen und teilweise sofort zu belasten.

Natürlich bekommen die Zahnärzte diesen Sofort Implantat Kick durch ihre Patienten zu spüren. Um die Patienten zu halten wird teilweise das Soft Loading angewendet. Der Steg zur Verbindung mehrerer Implantate wird mit Silikonpulver unterfüttert. So kann der Druck durch die Prothese auf das Implantat vermindert werden. Aber erst seit sehr kurzer Zeit laufen verbindliche Studien in dieser Richtung. So können hier noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden.

Bisher kann nur verbindlich festgestellt werden, dass Sofortimplantate in den ersten sechs Wochen der Einheilungsphase nur mit sehr weicher Kost, also vorsichtiger Belastung zu empfehlen sind. Weiterhin wird überlegt, wie die Implantate vor den Relativbewegungen geschützt werden können.

Die Versorgung mit Sofort Implantaten rückt in greifbare Nähe.
Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der behandelte Patient direkt nach seiner Behandlung wieder feste Nahrung zu sich nehmen kann. So sorgt der Begriff sofort Implantat zu einer Verunsicherung und weckt bei den meisten Patienten eine völlig falsche Erwartungshaltung. Angebrachter ist es, nicht von einer Sofort Belastung, sondern von einer Sofort Versorgung zu sprechen.

Sehr gering ist daher noch der kleine Anteil von Patienten, die von dieser Sofort Implantation tatsächlich profitieren. So werden wir uns in der Hoffnung, unsere Zahnlücken in einer Sitzung zu versorgen und anschließend kraftvoll in das Steak zu beißen, noch ein wenig gedulden müssen.

 





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