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Ästhetische Zähne – kosmetische Zahnbehandlungen

Für viele Menschen wird es zunehmend wichtiger, dass ihre Zähne nicht nur gesund und makellos sind, sondern dass ihr Gebiss auch schön und ästhetisch aussieht. Im Bereich der Zahnkosmetik ist eine für alle Zähne einheitliche, möglichst weiße Zahnfarbe gefragt. Wichtig sind lückenlose, gerade Zahnreihen und im sichtbaren Mundbereich der Zähne sollen nach Möglichkeit keine Verfärbungen und Füllungen zu sehen sein.

Da viele Menschen unter dem schlechten Aussehen ihrer Zähne erheblich leiden und bisweilen sogar psychische Probleme bekommen, haben wir nachfolgend die wichtigsten Methoden vorgestellt, mit denen der Patient das Aussehen seiner Zähne verbessern und seinen Idealvorstellungen anpassen kann.

  1. Bleaching – Zahnbleichung – Aufhellen der Zähne
  2. Veneers – Keramikverblendschalen für den sichtbaren Zahnbereich
  3. Kompositfüllungen, die ästhetische Alternative zur Metallrestauration
  4. Keramikinlays und Keramikteilkronen. Die langlebige, ästhetischste Zahnfüllung
  5. Porzellankronen und Vollkeramische Kronen - wie die eigenen Zähne
  6. Zahnimplantate: Ein Muss für ästhetische Ansprüche und das Wohlbefinden
  7. Die professionelle Zahnreinigungv
  8. Zahnschmuck - zunehmender Trend in der modernen Zahnästhetik
  9. Kieferkorrektur (Distraktionsosteoneogenese) zur Optimierung der Kieferfehlstellung
  10. Zahnspangen und Brackets gegen krumme und schiefe Zähne
  11. Unsichtbare Zahnspangen - Invisalign

1. Bleaching – Zahnbleichung – Aufhellen der Zähne

Ist durch äußere Einwirkungen, Farbstoffe, Nikotin, Kaffe oder Tee, oder auch von Natur aus die Farbe der Zähne verändert, besteht die Möglichkeit die Zahnfarbe durch das so genannte Bleaching (Wiederraufhellung) aufzuhellen. Es gibt zwei Varianten des Zahnbleaching Verfahrens.

Bleaching in der Zahnarztpraxis: zunächst wird in einer längeren Prozedur ein Bleichmittel gleichmäßig auf die zu behandelnden Zähne aufgetragen. Danach wird eine Bestrahlung mit einem speziellen Gerät erforderlich. Hierdurch werden die in der Substanz der Zähne enthaltenen dunklen Farbstoffe durch den Oxidationsprozess zerstört. Nach der ca. 2 Stunden dauernden Behandlung sind die Zähne im Endergebnis wesentlich heller geworden.

Bleaching zu Hause: das Bleichmittel wird auf eine Schiene aus Plastik aufgetragen und diese danach auf die zu behandelnden Zähne aufgebracht. Diese Schiene kann man auch in der Nacht tragen und so das Bleichmittel ungestört wirken lassen. Die ganze Prozedur dauert eine Woche.

Wie bei jeder Behandlung mit Fremdstoffen gibt es natürlich auch bei diesen beiden Methoden der Zahnaufhellung Risiken. So können z.B. Komplikationen auftreten, die durch das Verschlucken des Bleichmittels zur Reizung der Magenschleimhaut führen. Aber auch die Mundschleimhaut oder sogar das Zahnfleisch können in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher sollte vor der Behandlung eine Konsultation beim Zahnarzt stattfinden.

2. Veneers – Keramikverblendschalen für den sichtbaren Zahnbereich

Venners, auch Furniere und/oder Abdeckungen genannt, bedeuten in der Zahnmedizin Verblendschalen, die aus Keramik bestehen. Diese werden auf verfärbte und leicht beschädigte Eck- und Schneidezähne aufgeklebt. Das Material von Veneers besteht aus Kompositen, Kunststoffen und Keramik. Zu unterscheiden sind bei der Verarbeitung durch den Zahnarzt Veneers aus Kompositen und Veneers aus Keramik und Kunststoff. So werden Veneers aus Kunststoff und Keramik im Zahnlabor vom Zahntechniker hergestellt und danach in der Zahnarzt Praxis vom Zahnarzt aufgeklebt. Venners aus Kompositen dagegen werden vom Zahnarzt während der Behandlung hergestellt und danach sofort auf den Zahn aufgetragen. Grundsätzlich werden von Zahnärzten lieber Veneers aus Keramik verwendet, da diese optisch besser anzupassen sind und eine sehr gute Bioverträglichkeit aufweisen.

Wann kommen Veneers zum Einsatz?
Für die meisten Patienten sind Veneers eine Möglichkeit, die Zahnästhetik zu verbessern. Durch die Verblendschalen aus Keramik ist es heute möglich:

  • Alternativ zu Bleaching an den betroffenen Zähnen Verfärbungen zu überdecken
  • Zahnfehlstellungen zu korrigieren und schiefe Zähne zu begradigen
  • Vorhandene Zahnlücken fast unsichtbar zu schließen
  • Bestehende Zahnflecken abzudecken
  • Alte, unschöne Füllungen aus Amalgam zu verdecken
  • Abgeplatzte Ecken an vorhanden, erhaltenswerten Zähnen zu ersetzen

Der Einsatz von Veneers ist vor allem dann sinnvoll, wenn die eigenen Zähne nicht mehr den ästhetischen Vorstellungen und Ansprüchen des Patienten entsprechen. Auch wenn durch das Bleaching das Gebiss nicht genügend aufgehellt wurde, ist der Einsatz von Veneers sinnvoll. Häufig wird der Zahnarzt auch den Vorschlag unterbreiten, Veneers als Alternative zu einer Zahnkrone zu verwenden. Weiterhin ist es möglich, Veneers zur Behebung von Zahnschiefstellungen oder auffälligen Zahnlücken einzusetzen. Veneers bedecken nicht wie bei einer Zahnkrone den gesamten Zahn, sondern durch ihre sehr dünne Substanz nur die betroffene Stelle.

Wie bringt der Zahnarzt Veneers an?
Damit Veneers überhaupt angebracht werden können und den nötigen Halt am Zahn finden, muss der Zahnarzt eine sehr dünne Schicht von der Zahnsubstanz abschleifen. Da diese abzuschleifende Schicht nicht mehr als bis zu 0,8 mm beträgt, geht von der Zahnsubstanz kaum etwas verloren. Nachdem Abschleifen nimmt der Zahnarzt einen Abdruck, damit hierdurch die passende Verblendschale im Zahnlabor hergestellt werden kann. Bis zur Fertigstellung der Veneers durch das Zahnlabor werden Veneers aus Kunststoff auf den zu behandelnden Zahn aufgesetzt.

Wie bei Zahnrekonstruktionen nach Abbrüchen wird beim Anbringen von Veneers die Adhäsivtechnik angewendet. Hierdurch wird ein sehr fester und auch dauerhafter Halt erzielt. Der eigentliche Eingriff dauert ca. 45 Minuten. Grundsätzlich ist es sehr selten, dass der Körper mit diesen Fremdmaterialien Allergien auslöst. Bei einer guten Verarbeitung der Verblendschalen halten Veneers bis zu 15 Jahren und häufig schon wesentlich länger.

3. Kompositfüllungen - die ästhetische Alternative zur Metallrestauration

Komposite, auch Kunststoffe genannt, bieten heute wesentlich haltbarere und von Seiten der Ästhetik angenehmere Möglichkeiten der Einbringung von Zahnfüllungen. Diese Komposite bestehen aus winzigen Keramikteilchen, welche so im Kunststoff eingebunden sind, dass eine plastische Masse entsteht, welche sehr gut vom Zahnarzt verarbeitet werden kann. Nach dem Einbringen werden diese Komposite durch Bestrahlung mit sehr hellem Licht einer bestimmten Frequenz ausgehärtet. Damit Kompositfüllungen zum Einsatz kommen können, werden vom Zahnarzt das Zahnbein und der Zahnschmelz mit einer Säure verätzt. Hierdurch geht die sehr glatte Oberflächenstruktur verloren und das Zahnbein kann sich fest und dauerhaft mit der Kompositfüllung verbinden. Genau genommen entstehen bei der Verätzung unzählige, sehr feine Poren. Diese werden von der Kompositfüllung besetzt und für den erforderlichen Halt benutzt. Hierdurch wird die Füllung mit sämtlichen Kontaktflächen verankert und kann sich nur auf das eigentliche Loch im Zahn konzentrieren.

Nachdem der Zahnarzt die Ätzung vorgenommen hat und der Zahn für die Behandlung vorbereitet (Konditioniert) ist, wird die Kompositfüllung in sehr kleinen Portionen in das Zahnloch eingebracht. Jede der Portionen wird vor dem Einfüllen neuer Komposite ausgehärtet. So wird Schicht um Schicht eingefüllt und ausgehärtet, bis das Zahnloch verschlossen ist. Da das Komposit innerhalb des Aushärtungsprozesses schrumpft, muss der Zahnarzt sehr genau arbeiten, damit das Zahnloch vollständig verschlossen ist und einen gewissen Überschuss zur Bearbeitung (Anpassung) aufweist. Da durch diesen Überschuss an Kompositfüllung die eigentliche Kaufläche zu hoch ist, erfolgen im Anschluss der Aushärtung die Einschleifarbeiten. Hierbei ergibt sich die Schwierigkeit der sehr hohen Ähnlichkeit des Komposites mit der eigentlichen Zahnsubstanz. Der Zahnarzt muss also sehr genau und konzentriert arbeiten um zu erkennen, wo das Komposit beginnt und die Zahnsubstanz endet. Somit ist es erforderlich, einen Zahnarzt für diese Behandlung zu wählen, der nachweislich über genügend Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt.

4. Keramikinlays und Keramikteilkronen - die langlebige, ästhetischste Zahnfüllung

Das Keramikinlay wird durch einen Abdruck des betroffenen Zahns vom Zahntechniker angefertigt. Hierfür bestimmt der Zahnarzt die Zahnfarbe, welche bei der Herstellung des Keramikinlays vom Zahnlabor angepasst wird. Gegenüber einer anderen Zahnfüllung hat das Keramikinlay den Vorteil, dass dieses nach der Behandlung nicht zu sehen ist und die Substanz des Zahnes optimal ergänzt. Anders als bei der Zahnbehandlung mit einem Goldinlay oder bei einer Teilkrone, muss dagegen beim Keramikinlay keine zusätzliche, gesunde Zahnsubstanz entfernt werden. Wenn ältere Füllungen nicht mehr dicht sind, oder größere Schädigungen am Zahn vorliegen, müssen allerdings Teile der Zahnsubstanz entfernt werden. Dies trifft besonders beim Befall von Karies zu. Vergleichbar mit der Lebensdauer von Goldinlays ergeben sich auch bei den Karamikinlays Haltbarkeiten bis über 10 Jahren. Allerdings sind Keramikinlays und Keramikteilkronen zwar die ästhetischste Möglichkeit der Zahnbehandlung, aber auch die am weitaus kostspieligste.

Einlagefüllungen aus Keramik dagegen sind bei größeren Zahnschäden idealer als Kunststofffüllungen. Durch die Angleichung an die Zahnfarbe werden bezüglich der Ästhetik Keramiken bei der Zahnbehandlung den Wünschen der Patienten nach unsichtbaren Zahnfüllungen gerecht. Bei der Zahnbehandlung an vorhandenen Keramikfüllungen haben teilweise selbst die behandelnden Zahnärzte Probleme, Keramikfüllungen, Keramikteilkronen und Keramikinlays von der vorhandenen Zahnsubstanz zu unterscheiden.

Bei Einlagefüllungen sind, im Gegensatz zu anderen Füllungen, immer mindestens 2 Behandlungen beim Zahnarzt erforderlich. Innerhalb der 1. Zahnbehandlung wird der zu behandelnde Zahn beschliffen und gesäubert. Danach nimmt der Zahnarzt eine Abformung der einzufüllenden Stelle. Diese Form erhält das Zahnlabor zur Herstellung des Keramikinlays. Bei der Herstellung des Inlays wird dieses der Farbe der vorhandenen Zähne vom Zahntechniker genau angepasst. Beim 2. Zahnarzt Termin wird das Keramikinlay mit dem Zahn verklebt. Da diese Arbeiten höchste Konzentration vom Zahnarzt erfordern, entsteht ein wesentlich höherer Zeitaufwand als bei der Behandlung mit Teilkronen und/oder Goldinlays.

5. Porzellankronen und Vollkeramische Kronen - wie die eigenen Zähne

In der Vergangenheit wurden vom Zahnarzt zum Lückenschluss im Gebiss Materialien aus Platin und Gold empfohlen. In der heutigen Zeit wird zunehmend Porzellan angeboten. Porzellankronen sind nicht von echten Zähnen zu unterscheiden, brechen nicht und verursachen in der Regel keine Allergien. Porzellankronen bestehen aus Zirkoniumdioxid, ein Werkstoff der mit den echten Zähnen verwechselt werden kann.

Grundsätzlich sind Zahnkronen immer dann erforderlich, wenn die Zahnsubstanz dermaßen angegriffen und zerstört ist (durch Karies oder Zahnerweichung), dass es dem Zahnarzt nicht mehr möglich ist, eine Füllung einzubringen. Nach dem Umfang der Zerstörung des Zahnes richtet sich der Ratschlag des Zahnarztes, hier eine vollständige Porzellankrone oder eine Teilkrone anzufertigen.

Zahnkronen bestehen aus den verschiedensten Materialien. Bei der Zahnbehandlung kommen vor allem Kunststoffkronen, Kronen aus Metall Legierungen und Zahnkronen aus einer Mischung von Metall-Keramik zum Einsatz. Durch die mangelnde Bruchfestigkeit, kamen bisher reine Keramikkronen kaum zum Einsatz. Durch das neue Material Zirkoniumdioxid hat sich dies nun geändert. Porzellankronen und vollkeramische Kronen halten durch diesen neuartigen Werkstoff nun ebenso lange, wie die bisher in der Zahnmedizin hauptsächlich verwendeten Goldlegierungen.

Ein weiterer Vorteil von Porzellankronen und vollkeramische Kronen besteht darin, dass diese komplett aus Porzellan bestehen, keinerlei Allergien auslösen und den vorhandenen Zähnen absolut ähnlich sehen. Aus diesem Grunde werden von den Zahnärzten Porzellankronen und Vollkeramische Kronen für den vorderen Zahnbereich und den hinteren Backenzahnbereich empfohlen. Die Porzellan-Mischungen aus Zirkoniumdioxid halten dem Kaudruck genauso stand wie Metall-Legierungen.

Wenn der Zahntechniker sein Handwerk versteht, wird eine Porzellankrone und/oder vollkeramische Krone in der Farbe, der Lichtdurchlässigkeit und der nötigen Härte/Festigkeit und dem Gefühl Ihren eigenen Zähnen in nichts nachstehen. In den Eigenschaften unterscheiden sich Porzellan-Mischungen aus Zirkoniumdioxid grundsätzlich von Metalllegierungen. Das Material hat weniger Gewicht und leitet die nötigen Temperaturreize für ein fast echtes Gefühl bis an den Zahnnerv weiter.

Die Herstellung durch den Zahntechniker ist bei Porzellankronen und vollkeramischen Kronen wesentlich aufwändiger, als bei Metallkronen. Im Zahnlabor müssen die Porzellan-Mischungen aus Zirkoniumdioxid Schicht für Schicht gefräst, gebrannt und/oder gepresst werden. Das Zirkoniumdioxid Material ist in verschiedenen Weißtönen vorhanden. Der Patient bestimmt zusammen mit dem Zahnarzt die passende Farbe.

Bei guter Mundhygiene liegt die Haltbarkeit von Porzellankronen und vollkeramischen Kronen bei ca. 30 Jahren und darüber.

6. Zahnimplantate: Ein Muss für ästhetische Ansprüche und das Wohlbefinden

Das Zahnimplantat dient als Ersatz für eine Zahnwurzel. Ein Zahnimplantat besteht in den meisten Fällen aus einer Titanlegierung oder aus Keramikmaterial. Zahnimplantate dienen nicht nur als Grundlage für künstliche Zähne, sondern geben auch Brücken und Prothesen einen festen Halt. Das Einsetzen von Zahnimplantaten

Bevor der Zahnarzt das Zahnimplantat in den Kiefer einsetzt, wird der Kiefer gründlich untersucht und anhand einer oder mehrere Panorama Röntgenaufnahmen vermessen. Sollte eine Entzündung des Zahnfleisches vorliegen, oder nicht ausreichende Knochensubstanz vorhanden sein, kann das Zahnimplantat nicht eingesetzt werden. Speziell bei älteren Patienten sind die Kieferknochen im hinteren Oberkieferbereich häufig sehr schwach oder haben sich schon leicht zurückgebildet. Hier ergibt sich dann eine Sanierung, der so genannte Knochenaufbau, bevor das Zahnimplantat in den Kiefer hineinoperiert werden kann. Die Verstärkung des Kieferknochens kann durch die Transplantation von körpereigenem Knochengewebe erfolgen. Diese wird auch von der Zahnmedizin als Sinuslift bezeichnet. Hierbei werden Kieferknochenareale durch den Einsatz von körpereigenem Knochengewebe oder durch Kunstknochen angehoben. Falls das Zahnimplantat für den Verlust eines einzelnen Zahnes dienen soll, ist mit einer Wartezeit vor dem Einpflanzen zu rechnen. Die Lücke im Kiefer wird noch einige Zeit benötigen, um zur Ruhe zu kommen und sich zu verstärken.

Für eilige Patienten gibt es in diesem Fall das Sofortimplantat. Dieses ermöglicht eine sofortige Implantation des Zahnimplantates bei Verlust eines Zahnes, birgt aber erhöhte Gefahren für einen eventuellen Implantatverlust.

Nachdem der Zahnarzt den Mundraum gründlich gesäubert hat, wird der Kieferbereich mit einer Spritze betäubt. Bei Angstpatienten kann auch im Beisein des Narkosearztes eine Vollnarkose eingeleitet werden. Danach bohrt der Zahnarzt das Loch zur Aufnahme des Zahnimplantates in den Kieferknochen. Hat das Loch im Kiefer den erforderlichen Durchmesser und die richtige Platzierung, wird der Zahnarzt das Zahnimplantat einbringen. Je nach Ausführung des Zahnimplantates wird dieses im Kiefer verschraubt oder einfach nur hineingesteckt. Für die verschiedenen Kieferformen und Größen gibt es auch die unterschiedlichsten Implantatformen. Breite, blattförmige Zahnimplantate, schraubenförmige, konusförmige und Implantate mit der Form eines Zylinders sind am geläufigsten.

Grundsätzlich gilt hier, ähnlich wie bei einem Dübel, je tiefer das Zahnimplantat im Kieferknochen sitzt, desto größer ist der Halt. Nachdem das Zahnimplantat eingesetzt ist, wird das vor der Implantation frei gelegte Zahnfleisch wieder vernäht. Nachdem die Operation durchführt und abgeschlossen ist, fängt das Knochengewebe, welches das Zahnimplantat umgibt, an, das Zahnimplantat fest zu umschließen. Zahnmediziner sprechen bei diesem Einwachsen von der Osseointegration, welche zwischen 3 Monaten und einem halben Jahr liegen kann.

Nach der Einheilungsphase des Zahnimplantates im Kiefer wird der Zahnersatz darauf befestigt. Entweder handelt es sich hierbei um eine festsitzende Prothese, eine Zahnbrücke oder um eine einzelne Krone. Zur Befestigung einer mehrgliedrigen Brücke wird auch ein spezieller Steg verwendet. Dieser ist an mehreren Implantaten befestigt und gibt der Brücke einen festeren Halt.

Im Vergleich zu einer herausnehmbaren Prothese besitzt eine feste Zahnbrücke eine Reihe von entscheiden Vorteilen. Allein die Lebensdauer eines Implantates und einer festsitzenden Prothese ist wesentlich höher. 10 Jahre und länger sind hier keine Seltenheit. Weiterhin ist der Biss, die Kaukraft wesentlich stärker als bei einer herausnehmbaren Prothese und der Schwund (die Rückbildung) des Kieferknochens findet nicht statt. Weder bei der Zahnpflege und Mundhygiene, noch beim Sprechen oder der Nahrungsaufnahme wird das ordentlich eingesetzte Implantat vom Patienten als störend oder als Fremdkörper empfunden.

Die Nachteile von Zahnimplantaten

Natürlich gibt es auch bei der Verwendung von Zahnimplantaten nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. So kann es nach dem Einsetzen von Zahnimplantaten zu einem Taubheitsgefühl im Kiefer, dem Zahnfleisch oder im Lippenbereich kommen. Sehr selten ist die Zunge hiervon betroffen. Weiter sind Entzündungen, Nervenschädigungen und sogar das Abstoßen von Zahnimplantaten durch das Kieferknochengewebe nicht immer ausgeschlossen. Wenn der Zahnarzt zu tief in den Kiefer hineinbohrt, kann dies zu Infektionen in der Kieferhöhle führen oder der Patient von Schmerzen geplagt sein. Auch sind bei Diabetes Probleme nach der Operation zu erwarten. Außerdem sind die Kosten für ein Implantat ziemlich hoch. Hier lohnt es sich für den Patienten, verschiedene Angebote (auch aus dem europäischen Ausland) einzuholen. Grundsätzlich muss der Patient auch dann zahlen, wenn die Implantation misslingt. Es sei denn, dem Zahnarzt ist ein Behandlungsfehler nachzuweisen. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass der behandelnde Zahnarzt über genügend Erfahrungen beim Einsetzen von Zahnimplantaten verfügt.

Im Besonderen nach dem Einsetzen von Zahnimplantaten muss der Patient auf eine intensive, regelmäßige Mundhygiene achten, um keine Probleme mit Parodontitis zu bekommen. Weiterhin kann eine spezielle Entzündung, die Periimplantitis auftreten. Die Periimplantitis zählt zu den unangenehmsten und schwierigsten Problemen, die nach der Implantation auftreten kann und endet oft mit dem Implantatverlust. Die Haltbarkeit des Implantates kann auch durch Nikotin herabgesetzt werden. Sicherlich ist es angebracht, auf den Genuss von Tabak gänzlich zu verzichten. Natürlich sind nach einer Implantation regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt angebracht und auch notwendig.

7. Die professionelle Zahnreinigung

Zahnstein und Plaque schaden den Zähnen erheblich. In diesen gelblichen, unschönen Ablagerungen nisten sich Millionen von Bakterien ein. Außerdem sorgen diese Schmarotzer für Parodontitis und Karies. Um dieser Zerstörung der Zahnsubstanz vorzubeugen, ist ein Besuch in der Zahnarztpraxis mindestens 2 Mal im Jahr erforderlich.

Besonders der Zahnfleischrand bietet durch die Ablagerung von angedauten Speiseresten allen Arten von Mikroorganismen ein ideales Umfeld. Hier haben sie genügend zu fressen und vermehren sich ständig weiter. Wenn der Patient dieses Tummelfeld der Organismen nicht sauber und rein hält, mischen sich Mineralien aus dem Speichel hinzu. Nun entsteht genau die Masse zur Bildung von Zahnstein. Der Konsum von Tabak, Tee und Kaffe sorgt dafür, dass diese verhärtete Masse nun eine gelblich bräunliche Farbe annimmt und man nun am liebsten den Mund verschlossen hält und das Lachen verlernt. Aber dieser sichtbare, unschöne Aspekt ist nur ein Teil der nachfolgenden Probleme. So werden Zahnstein und Zahnbelag nicht nur als unästhetisch empfunden, sondern sorgen für Karies, Mundgeruch und Zahnfleisch-Entzündungen und öffnen der Parodontitis weit die Tür.

Nun bringt es auch nichts mehr, die Zähne mehrmals am Tag gründlich zu putzen. Diese Ablagerungen lassen sich nicht mehr restlos entfernen, selbst wenn hierzu Zahnseide angewendet wird. Backen- und Weisheitszähne sind mit Zahnbürste und Zahnseide kaum erreichbar und Zahnfleischtaschen und Zahnzwischenräume ebenfalls nicht. Somit ist es, trotz gründlichster Zahnreinigung unmöglich, diese schwer zugänglichen Stellen im Mundbereich auf Dauer sauber zu halten.

Genau aus diesem Grunde sollten Die Patienten mindesten 2 Mal im Jahr ihre Zähne professionell in einer Zahnarzt Praxis reinigen lassen. Diese Aktion der Zahnreinigung wird in der Regel von Dental- Hygienikerinnen und Prophylaxe-Assistentinnen durchgeführt

.

Nachdem die Prophylaxe-Assistentin den Zahnpatienten über seine Zahnputztechnik befragt hat, wird diese dem Patienten die einzelnen Maßnahmen der anschließenden, professionellen Zahnreinigung erklären. Nun beginnt die Prophylaxe-Assistentin mit der Untersuchung des Mundraumes, um eventuelle Schäden am Zahnfleisch oder an den Zähnen aufzuspüren. So kann die Prophylaxe-Assistentin Verletzungen im Mundraum vermeiden. Nun wird mit einem Messgerät die Tiefe der Zahnfleischtaschen sondiert.

Dann ist alles zur eigentlichen Zahnreinigung, der Prophylaxe vorbereitet und die eigentliche professionelle Zahnreinigung kann beginnen. Welche Werkzeuge hierzu eingesetzt werden, hängt weitgehend von dem Zustand des Gebisses ab. So wird der Zahnstein durch den Einsatz eines Ultraschall Gerätes zuerst gelockert und danach abgesprengt. Die Farbrückstände von Nikotin, Tee und Koffein werden mit kleinen Ministrahlern unter hohem Wasserdruck entfernt. Danach kratzt die Dental- Hygienikerin mit Küretten oder Scalern (das sind sehr kleine Schaber) den Belag aus den Zahnfleischtaschen. Mit Zahnseide und/oder Bürstchen werden dann die weichen Beläge und Rückstände entfernt.

Nachdem diese (teilweise unangenehme Prozedur) vorüber ist, werden die Zähne des Patienten einer Polierung unterzogen. Bürsten mit Gummibesatz und spezielle Polierpasten, sowie das Bestreichen mit einem Fluorid-Gel stärken den Zahnschmelz und geben den Zähnen den erwünschten glatten, strahlenden und sauberen Ausdruck. Da die Krankenkassen nur die einfache Entfernung von Zahnstein zahlen und Zahnarztpraxen unterschiedliche Prophylaxe Leistungen anbieten, sollten Patienten den Zahnarzt fragen, welche Leistungen dieser bietet. Denn nicht jeder Zahnarzt bietet die gleichen Leistungen für dasselbe Geld an. Fragen Sie deshalb vorher nach, was Sie für Ihr Geld bekommen.

8. Zahnschmuck, zunehmender Trend in der modernen Zahnästhetik

Verzierungen an dem sichtbaren, vorderen Zahnbereich in Form von Edelsteinen, Metallen oder Keramiken, welche mit speziellen Klebemethoden befestigt werden, sind heute voll im Trend. Wie uns von vielen Naturvölkern aus längst vergangenen Zeiten bekannt ist, wird dieser Zahnschmuck auch von zivilisierten Menschen in unserer Zeit wieder verwendet. Hierdurch sollen besondere Akzente oder bestimmte Reize bei seinem Gegenüber ausgelöst werden. Hauptsächlich als modisches Accessoire dient der Zahnschmuck zur Unterscheidung von der Masse und ist bezeichnend für Individualität. Schmucksteinchen, Perlen, Porzellan oder Goldfolien werden mit speziellen Klebern auf Frontzähnen oder am Zahnersatz befestigt. Die unterschiedlichsten Varianten und Formen finden hier Anwendung. Dünne Goldplättchen, besetzt mit Rubinen, Diamanten und Saphiren. Reine Goldfolien mit den unterschiedlichsten Motiven. Hochwertige Schmucksteine mit magischem Funkeln. Kleine Bildchen, die Zahn-Tattos werden aufgeklebt und entzücken das hierfür empfängliche Gegenüber. Bei der Anwendung und Gestaltung von Zahnschmuck wird der Phantasie freien Lauf gelassen.

Die Anwendung von Zahnschmuck reicht von günstigen Strass-Steinen, über Edelmetalle bis hin zu Gold, Silber und Platin. Selbst Diamanten und andere Edelsteine verzieren mittlerweile alle Arten von Schneidezähnen rund um diese Welt. Vielseitige Möglichkeiten der Gestaltung von Zahnschmuck finden sich auch bei metallischem Zahnschmuck. Bei der Anfertigung von Zahnschmuck wird darauf geachtet, dass der Zahnschmuck sich auch gut an der Zahnoberfläche befestigen/ ankleben lässt. Bei Zahnschmuck aus Metall ist die Fläche zum Ankleben meist glatt. Dagegen werden die Klebeflächen bei den Edelsteinen eben angeschliffen und meistens die Edelsteine noch mit einer speziellen Fassung aus Edelmetall versehen.

Bei der Auswahl von Klebemitteln ist darauf zu achten, dass diese auch in anderen Bereichen der Zahnheilkunde zum Einsatz kommen. So können Infektionen im Mundraum vermieden werden. Die Befestigung von Zahnschmuck auf den Schneidezähnen ist schmerzfrei. Hierfür werden Komposite als Klebemittel verwendet. Die Komposite sind Klebemittel, die vom Zahnarzt auch zur Befestigung von festsitzenden Zahnspangen eingesetzt werden. Hierbei spricht der Zahnmediziner von der Multibandtechnik und/ oder Lingualtechnik.

Der Zahn, an dem der Zahnschmuck befestigt wird, muss vor dem Anbringen des Zahnschmucks gründlich gereinigt werden. Damit einem Kariesbefall vorgebeugt werden kann, wird die zu beklebende Oberfläche des Zahns mit einer fluoridhaltigen Paste poliert und zum besseren Halt des Zahnschmucks aufgeraut. Hierfür wird eine spezielle Säure verwendet. Zur Aushärtung des Klebemittels wird der Zahn anschließend einer speziellen Lichtbestrahlung ausgesetzt.

Die gesamte Prozedur der Anbringung des Zahnschmucks dauert ca. 30 Minuten. Die Haltbarkeit des Zahnschmucks hängt stark von den verwendeten Materialien ab. Hier werden Zeiten von 12 Monaten bis hin zu 2-3 Jahren angegeben. Verletzungen und Schäden an den Zähnen ergeben sich beim Anbringen von Zahnschmuck nicht. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Mundhygiene sehr sorgfältig durchgeführt wird. Ansonsten kann es unter dem Zahnschmuck und an den Rändern verstärkt zur Bildung von Karies kommen. In den ersten Wochen nach der Befestigung des Zahnschmucks können die betroffenen Zähne eine erhöhte Empfindlichkeit aufweisen.

Zahnschmuck der mit Klebemitteln am Zahn befestigt wurde, kann problemlos wieder entfernt werden. Hierbei geht der Zahnarzt so vor, als würde Zahnstein entfernt werden. Nach der Entfernung sollte der Zahn dann noch mit Fluoridgel behandelt und anschließend poliert werden. So schließen sich die winzigen Poren und es können sich keine Bakterien festsetzen.

9. Kieferkorrektur (Distraktionsosteoneogenese) zur Optimierung der Kieferfehlstellung

Fehlstellungen des Kiefers führen langfristig zu umfassenden, gesundheitlichen Störungen und Beschwerden. Hierbei kann es zu großen Problemen der Kiefergelenke bis hin zum frühzeitigen Verlust der Zähne kommen. Aus diesem Grund hat die Medizin eine Methode in der Operationstechnik entwickelt. So kann nun Menschen umfassend geholfen werden, die von Geburt an unter einer Fehlstellung des Kiefers leiden oder sich die Kieferfehlstellung durch einen Unfall zugezogen haben. Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der die Kieferknochen durch Umformung in eine passende Position gebracht werden. Bei dieser Methode wird kein Fremdmaterial eingesetzt, sondern ausschließlich körpereigenes Knochengewebe verwendet. In der Vergangenheit bestanden kaum Möglichkeiten, Fehlstellungen des Kiefers zu korrigieren. Heute allerdings erlaubt die neue innovative Technik Distraktionsosteoneogenese eine Korrektur des Kieferknochens.

Die Distraktionsosteoneogenese ist ein wissenschaftlich anerkanntes chirurgisches Verfahren, welches im Bereich der Kieferkorrektur zur Verlängerung und/ oder zum Wiederaufbau von Knochen beruht. Hierbei wird auf die Selbstheilungskraft des menschlichen Körpers gesetzt. Es werden zwei Kieferknochenstücke durchtrennt und sehr langsam (Schritt für Schritt) auseinander gedehnt. Durch dieses Verfahren bildet sich neues Knochengewebe, das so genannte Kallus. Hierbei ist der Patient zur Mithilfe gefordert. Zwischen die Knochenteile, welche gedehnt, auseinander gezogen werden sollen, wird in gewissen Zeitabständen eine Distraktionsapparatur eingesetzt. Diese muss vom Patienten täglich neu eingestellt und aktiviert werden.

Mit einer Distraktion des Kieferkammes wird der Aufbau des oberen und unteren Kiefers erreicht. Speziell in den Fällen nach Unfalleinwirkungen oder sehr frühem Zahnverlust ist dies eine gezielte Maßnahme zur Anpassung/ Verbesserung einer angestrebten, prothetischen Behandlung. Speziell im Bereich der Implantation wird durch die Distraktionsosteoneogenese ein wesentlich besserer Halt für Implantate erreicht.

Nicht nur Patienten, die unter einer angeborenen Kieferfehlstellung leiden, können nun hierdurch neue Hoffnung auf ein ästhetisches Aussehen schöpfen. Auch Tumorpatienten und Unfallopfern kann nun geholfen werden. Weiterhin ist es möglich, durch dieses Verfahren Menschen, die den Verlust einer kompletten Gesichtshälfte beklagen, durch diese Wiederherstellung einer dreidimensionalen Dehnung eine neue Gesichtshälfte zu rekonstruieren.

Der große Nachteil einer Distraktionsosteoneogenese liegt in dem langen Zeitraum, in dem sich die neuen Knochen bilden. Hier können leicht einige Monate, je nach Schwere auch Jahre vergehen, bis die neu gebildeten Knochen ihre vollen Funktionsfähigkeiten erreichen. Da grundsätzlich eine Gefahr von Schäden an Muskeln Sehnen und Nerven, zu groß ist, kann im Moment die Disktraktion selbst noch nicht beschleunigt werden. Die Medizin arbeitet daran, durch den Einsatz von osteoinduktiven die Wachstumsfaktoren zu verkürzen.

10. Zahnspangen und Brackets gegen krumme und schiefe Zähne

Die Zahnspange ist ein Apparat aus dem zahnmedizinischen Bereich. Mit Zahnspangen werden Zahnfehlstellungen korrigiert. Zahnspangen werden auch eingesetzt, um Kieferfehlstellungen auszugleichen und Distanzen im muskulären Mundbereich wieder herzustellen. Jeder Zahnarzt sollte in der Lage sein, eine Behandlung mit Zahnspangen durchzuführen. Allerdings gibt es einen Zweig in der Kieferchirurgie, der Kieferorthopäden speziell zur Behandlung mit Zahnspangen und Zahnklammern ausbildet.

Bei Kindern, speziell im Alter von 10-15 Jahren werden Zahnbehandlungen mit Zahnspangen durchgeführt. Hierbei werden die Wachstumsschübe ausgenutzt. Die eigentliche Behandlung mit der Zahnspange zieht sich in den meisten Fällen über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren hin. Allerdings ist die Behandlungszeit immer abhängig vom Umfang der Zahnfehlstellung. Grundsätzlich ist die gute Zusammenarbeit des Zahnarztes mit dem Patienten erforderlich, um die besten Ergebnisse zu erzielen. So ist der Patient angehalten, die Kontrolltermine in der Zahnarzt Praxis regelmäßig einzuhalten und die Anweisungen des Kieferorthopäden genau zu befolgen. Hierbei geht es um das Nachstellen der Zahnspange, die Einhaltung der exakten Tragezeit und selbstverständlich eine ausreichende Mundhygiene.

Herausnehmbare Zahnspangen

Die herausnehmbaren Zahnspangen unterscheiden grundsätzlich 2 Apparaturen mit unterschiedlichen Funktionen. Hier sind die aktiven Platten zu nennen, welche für geringe Differenzen im Unter- und Oberkiefer eingesetzt werden, sowie die Geräte mit funktionskieferorthopädischen Funktionen. Diese unterstützen das Wachstum des Kiefers und stärken bzw. normalisieren Funktionsbeeinträchtigungen der Mundmuskulatur.

Gerade weil diese herausnehmbaren Zahnspangen für Kinder verwendet werden, sind sie in verschieden Farben erhältlich. Wichtig ist bei der Verwendung von herausnehmbaren Zahnspangen, dass die Tragezeit eingehalten wird. Im Zeitraum einer Behandlung mit herausnehmbaren Zahnspangen werden häufig verschiedene Apparaturen eingesetzt.

Festsitzende Zahnspangen

Bei den festsitzenden Zahnspangen unterscheidet man zwischen, Multiband- bzw. Multibracketapparatur, dem Herbstscharnier und der Delaire-Maske. Weiterhin unterscheiden sich die Apparaturen durch auf die Zähne angebrachte Zahnspangen (intraorale Zahnspangen) und die, welche durch Hilfsmittel, Gesichtsmasken oder Haedgear befestigt sind. Hier reichen die verwendeten Materialien der Bracketapparaturen vom Keramikbrackett über Kunststoff und Titan bis hin zu Edelstahl.

Durch den Einsatz einer festsitzenden Multibandapparatur ist es heute möglich, Kieferknochen in jedem Alter zu begradigen. Vorraussetzung ist natürlich ein genügend vorhandener Kieferknochen.

In der Regel treten nach dem Einsetzen der festen Zahnspange ca. 3-5 Tage Schmerzen auf und eine Nahrungsaufnahme von zu festen Speisen ist kaum möglich. Auch kann es zur Bildung von Aphten (schmerzhafte, entzündliche Erosionen von Schleimhaut, Zahnfleisch, der Mundhöhle oder Zunge) kommen. In manchen Fällen ist auch die Mundschleimhaut gereizt.

Gerade weil die festsitzende Zahnspange über einen sehr langen Zeitraum ohne Unterbrechung getragen werden muss, entstehen hier oftmals Probleme, die nicht vorher einschätzbar sind. Gerade beim Sport, der Aufnahme von Fotos und Auftritten in der Öffentlichkeit wird die feste Zahnspange als störend empfunden.

11. Invisalign, Zahnkorrekturen mit unsichtbaren Zahnspange

Invisalign ist die im Moment beste kieferorthopädische Methode, Zahnkorrekturen schonend und unauffällig durchzuführen. Hierbei verwendet der Zahnarzt bei der Zahnkorrektur mit Invisalign eine Vielzahl von herausnehmbaren, transparenten Schienen, die Zahnfehlstellungen ohne jeglichen Einsatz von den sonst verwendeten Drähten und Metallschienen ermöglichen.

Die unsichtbaren, herausnehmbaren Zahnspangen von Invisalign bestehen aus einer Reihe unsichtbarer, durchsichtiger Schienen. Diese unsichtbaren Schienen sind vergleichbar mit einer sehr dünnen Haut. Diese dünne Haut legt sich über die zu behandelnden Zähne und führt so die gewünschte Zahnkorrektur durch. Hierfür sind verschiedene, fortlaufende Behandlungsschritte (Nachstellungen) der unsichtbaren Zahnspange notwendig. Bei jedem Behandlungsschritt werden die Zähne um maximal 0,25 mm gerichtet. Wenn die zweiten Backenzähne, die Zwölfjahrmolaren von erwachsenen Patienten vollständig ausgebildet sind, ist die Therapie mit Invisalign, unsichtbaren Zahnspangen für die Behebung von Zahnfehlstellungen bestens geeignet.

Die hoch technisierte, kieferorthopädische Behandlung mit Invisalign ist eine sehr Zahn schonende Therapie und wird sicherlich wegweisend für die zukünftige, kieferorthopädische Zahnbehandlung zur Behebung von Zahnfehlstellungen sein.

Durch die Verwendung eines Grafik-Verfahrens Mithilfe des Computers, wird der Ist Zustand der Zahnfehlstellungen ermittelt. Dann wird das Ziel der Zahnfehlstellungskorrektur vorgegeben und in einer Dreidimensionalen Grafik dargestellt. Als letzter Schritt werden die einzelnen Phasen der Zahnbehandlung in einem Zeitfenster festgelegt. Für jede einzelne Phase der Invisalign Behandlung werden individuelle, unsichtbare Aligner-Schienen hergestellt, welche ca. alle 14 Tage ausgewechselt werden. Die Zähne unterliegen in diesem Zeitraum einer kontinuierlichen Druckausübung und bewegen sich somit in die vorher berechnete Richtung. So folgt Schiene auf Schiene, bis das gewünschte Ziel, die vorher berechnete Behebung der Zahnfehlstellung erreicht wird. Je nach dem Umfang der Zahnfehlstellung und dem erwünschten Ergebnis, kann sich diese Invisalign Behandlung in einem Zeitrahmen von 10 bis 18 Monaten bewegen.

Die wichtigsten Vorteile einer Invisalign Behandlung

  • Da Invisalign bezüglich der Verwendung von Aligner-Schienen fast unsichtbar ist, kann hierdurch eine Zahnkorrektur durchgeführt werden, die von dem Gegenüber nicht wahrgenommen wird.
  • Da bei der Invisalign Methode die Aligner-Schienen herausnehmbar sind, entstehen bei dem Patienten durch die Nahrungsaufnahme keine Probleme. Einschränkungen bei der Mundhygiene treten nicht auf, da die Zähne weiterhin wie gewohnt gereinigt werden können.
  • Zu Entzündungen oder Verletzungen im Mundbereich kann es nicht kommen, da die Aligner-Schienen keinerlei Metallspangen, Metalldrähte und scharfe Kanten aufweisen.
  • Durch die Verwendung eines Computer Grafik-Verfahrens erhält der Patient schon vor Beginn der Therapie seinen virtuellen Behandlungsplan. So kann der Zustand der korrigierten Zähne schon vor Abschluss der Zahnbehandlung gesehen und eventuell verändert werden.

Zahnärzte und Kieferorthopäden sollten zur Zahnbehandlung mit Invisalign unter Verwendung von Aligner-Schienen spezielle Schulungen absolviert haben und über eine dementsprechende Zertifizierung verfügen. Nur dann ist ein Misserfolg bei der Zahnkorrektur mit unsichtbaren Zahnspangen weitgehend ausgeschlossen.



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