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Zahnschäden vorbeugenNeben Karies treten immer häufiger Zahnprobleme in Form von Zahnerosionen, Abbau von Zahnschmelz, auf. Das Zahnproblem lässt sich durch die Überprüfung der eigenen Essgewohnheiten und Zahnpflege einhemmen. Zahnerosion (Abbau von Zahnschmelz): Erkennen und schützenFruchtsäfte, Limonaden, Drinks mit zuviel Kohlensäure. Von vielen Menschen, vor allem im jugendlichen Alter werden diese Getränke im Übermaß konsumiert. Dieser Säureangriff geht den Zähnen an die Zahnsubstanz und führt zu einem Verlust des Zahnschmelzes. Die Zahnärzte sprechen in diesem Zusammenhang von Erosion. Durch unsere heutigen Lebensumstände und den routinierten Lebensgewohnheiten bekommt dieses Erosion Problem eine zunehmende Bedeutung. Diese wird immer noch zu sehr unterschätzt. Dabei ist der Verlust von Zahnsubstanz nicht reparabel. Eine gute Vorbeugung im Zusammenhang mit der nötigen Aufklärung kann die Zähne schützen und bis ins hohe Alter für den nötigen Biss sorgen. Fast jeder der von Zahnschäden hört, denkt spontan an Karies. Natürlich ist Karies immer noch die Hauptursache von Zahnschäden, doch nimmt die Karieshäufigkeit dank umfassender Aufklärung und immer besserer Prophylaxemöglichkeiten in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Zunehmend häufiger haben es die Zahnärzte stattdessen mit einem anderen Problem zu tun: Der Erosion. Doch trotz der zunehmenden Relevanz wird dieser krankhaften Veränderung an den Zähnen immer noch zu wenig Beachtung geschenkt. Die Zahnerosion ist der oberflächliche Zahnhartsubstanzverlust, der durch chemische Einflüsse (Säure) und ohne Bakterienbeteiligung verursacht wird. Damit unterscheidet sich die Zahnerosion in ihrer Entstehung entscheidend von der bakteriell bedingten Karies. So sind die Ursachen des Erosion Problems zum einen äußere Faktoren wie säurehaltige Getränke und Lebensmittel. Hier verursachen auch falsche Zahnpflegegewohnheiten und die Einnahme bestimmter Medikamente den Abbau von Zahnschmelz. Zu säurebedingten Schmelzschäden kann es auch durch innere, körpereigene Faktoren kommen. Hierzu zählen Erkrankungen, die zu einem Übermaß an der Produktion von Magensäure führen. Bulimie, Magersucht, Magen-Darm-Störungen und häufiges Erbrechen. Da sich im Anfangsstadium der Zahnschmelz flächenhaft auflöst und somit noch keine Erweichung der Zahnoberfläche erkennbar ist, wird Erosion von den Patienten und den meisten Zahnärzten oft viel zu spät bemerkt. Einziger Anhaltspunkt ist häufig, das die Oberfläche des Zahns seidig und ein wenig matt erscheint. Ein schmaler Rand am Zahnfleischsaum bleibt von Erosion am Anfang verschont, da dieser Bereich des Zahnes vom Zahnfleisch einen gewissen Schutz erhält. Das nächste Stadium dieser Zahnerkrankung macht sich durch Stufen und Dellen am geschädigten Zahn bemerkbar. Zunehmend gelblich erscheint danach der Zahn durch seinen Verlust an Substanz, da nun das Zahnbein (Dentin) beginnt, durchzuscheinen. Im beginnenden, letzten Stadium von Erosion können dann die Schädigungen das Zahnbein selbst erreichen. Dies macht sich durch die Empfindlichkeit bei Wärme und Kälte bemerkbar und auf den Kauflächen flachen die Höcker der Zähne ab. Danach wirken die Zähne wie abgefeilt und die Fissuren (Furchen) verschwinden. Als weiteres Zeichen für die fortgeschrittene Erosion ragen eventuelle Zahnfüllungen nun über den eigentlichen Rand der Zähne hinaus. Dies ist fast immer das untrügliche Zeichen für Erosion im letzten Stadium. Erosionen der Zähne sinnvoll vorbeugenAls erstes sollte man die eigenen Essgewohnheiten und die der Kinder gründlich überprüfen. Hier gelten die sehr säurehaltigen Getränke als besonders schädlich wie zum Beispiel Sportgetränke, Limonaden und Softdrinks, sowie eine Vielzahl von Fruchtsäften. Finden sich unter den Inhaltsstoffen hohe Prozentzahlen von Phosphat und Kalzium, wird die schädigende Wirkung teilweise hierdurch wieder neutralisiert. So sind schon zunehmend speziell angereicherte Säfte auf dem Markt zu finden, die den Zahnschmelz sehr wenig angreifen und somit schonen. Der Kontakt und die Häufigkeit, mit denen die Zähne durch säurehaltige Lebensmittel und Getränke in Verbindung kommen, sollte nach Möglichkeit sehr kurz gehalten werden. Hierfür sind Trinkhalme hilfreich und es ist darauf zu achten, die Flüssigkeiten nicht durch die Zähne aufzunehmen, sondern großzügig zu schlucken. Durch zuckerfreien Kaugummi wird der Speichelfluss angereicht und hierdurch ein neutralisieren der Säuren, sowie ein Schutz der Zähne erreicht. Die Behandlung endogener Ursachen, wie Essstörungen und/ oder Reflux ist unbedingt zu behandeln. Die Zahnhygiene sollte optimal erfolgen. Das Abbauen von Zahnschmelz wird durch richtiges Zähneputzen vermieden. Besonders wichtig sind kleine, kreisende Bewegungen, besonders im Bereich des Zahnfleisches und der Zahnhälse. Außerdem wird so der Rückgang von Zahnfleisch und das Freilegen der Zahnhälse vermieden. Das Zähneputzen sollte frühestens eine Stunde nach der Nahrungsaufnahme erfolgen. Ansonsten wird der durch Säuren geschwächte Zahnschmelz direkt abgetragen. Weiterhin sind zu harte Borsten der Zahnbürste, zu starker Andruck und die falsche Zahnpaste für die Zahn Erosion verantwortlich. Hier sollten Zahnbürsten mit sehr weichen und dichten Borsten, sowie Zahnpasten mit niedrigem Schmirgelgrad zum Einsatz kommen. Diese schonen den Zahnschmelz. Bei Erbrechen sollten nicht umgehend die Zähne geputzt werden, sondern vorab der Mund gründlich ausgespült sein. Käse, Milch und weitere kalziumhaltige Nahrungsmittel reduzieren den Säuregehalt im Mundraum. |
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