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Zahnlexikon rund um den Zahn

Begriffserklärungen rund um die Zähne und Zahnbehandlungen

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Lexikon Box : Zahnbehandlungen

Amalgam, ein Plombenfüller aus der Vergangenheit

Amalgam ist durch seinen hohen Quecksilber Anteil einer der umstrittensten Zahnfüller, die in der Zahnmedizin seit Mitte des 19. Jahrhunderts zur Anwendung kommen. Giftige Schäden werden bei korrekter Anwendung ausgeschlossen. Heute gibt es als Alternative andere Füllmaterialien wie Gold, Keramik oder Kunststoff.

Aufbaufüllung

Ist der sichtbare Teil eines Zahnes außerhalb der Zahnwurzel angegriffen, teilweise gebrochen, oder ausgehöhlt, muss ein Stumpfaufbau gemacht werden. Bevor der Zahn mit einer haltbaren Krone versehen werden kann, sowie zur Stabilisierung und Materialersparnis der restlichen Zahnsubstanz wird die so genannte Aufbaufüllung verwendet.

Aufbissschiene

Die Probleme der Menschen im Mundbereich sind äußerst vielfältig und nicht immer von den Zahnärzten und Kieferchirurgen klar zu analysieren. Seien es nun Kieferbeschwerden, lockere Zähne, oder das unbewusste Knirschen mit den Zähnen, welches häufig auch psychische Ursachen hat. Bei all diesen und weiteren Beschwerden kommt häufig ein herausnehmbares Behandlungsgerät, die so genannte Aufbissschiene zum Einsatz.

Beläge

Die Zahnoberfläche, der sichtbare Teil des Zahnes, wird bei den meisten Menschen irgendwann von Karies und Parodontose befallen. Dies liegt zum Teil an der Ernährung, der Zahnpflege und an der eigentlichen Zahnsubstanz, bzw. der Stellung der Zähne im Kiefer (große Zahnlücken, schiefe Zähne). Der Beginn von Karies macht sich meist durch Zahnbeläge, die zwischen harten Belägen, dem Zahnstein und weichen Belägen, der Plaque unterschieden werden, bemerkbar. Diese Beläge sollten regelmäßig in einer Zahnarzt Praxis entfernt werden, da sie ein idealer Nährboden für Bakterien sind und bei der Entstehung von Karies und Parodontose die größte Rolle spielen.

Biokompatibilität, Bioverträglichkeit

Jeder Fremdstoff der mit dem Körper in Verbindung tritt, sei es nun durch Hautkontakt auf der Oberfläche, oder ein Eindringen in die Körpersubstanz, ruft eine unterschiedliche Reaktion, oder auch eine Abwehrfunktion des Körpers hervor. In den meisten Fällen unverzüglich, in Ausnahmen oft erst nach Jahren. Eine Vorhersage, wie sich dies auf den allgemeinen Gesundheitszustand oder die Psyche auswirkt, kann in den meisten Fällen nicht gemacht werden. Somit werden speziell bei Füllungen, Kronen und Brücken, sowie Implantaten, vor der Verwendung in den meisten Zahnarzt Praxen so genannte Allergieteste zur Feststellung der Bioverträglichkeit (Verträglichkeit) durchgeführt. Hiermit soll die Kompatibilität mit den Fremdstoffen bezüglich des Körpers getestet werden.

Bleaching Bleichen von Zähnen

Wir alle möchten schöne weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln, um unseren Mitmenschen zu signalisieren, dass wir den nötigen Biss für ein erfolgreiches Leben haben. Aber leider ist nicht jeder Mensch mit einem solchen Erfolgsgebiss ausgestattet. Auch verändert sich die Farbe der Zähne mit zunehmendem Alter z.B. durch Nahrungs- und Genussmittel, das Rauchen, Alkoholkonsum oder einfach nur durch mangelnde Zahnpflege, oder dem Absterben der Zahnnerven. Bevor man sich nun für eine Zahnaufhellung, das so genannte Bleaching (Bleichen von Zähnen) entscheidet, sollte man sich sehr genau mit den verschiedenen Möglichkeiten dieser Zahnbehandlung vertraut machen und eventuelle Konsequenzen in Betracht ziehen. Der Behandlung zur Zahnaufhellung, dem Office Bleaching in der Zahnarztpraxis, steht die Aufhellung der Zähne durch das Home Bleaching, das „Zuhause bleichen“ gegenüber. In der Zahnarzt Praxis kommen konzentrierte Aufhellungsmittel zur Anwendung, bei denen die Zähne durch bestimmte Chemikalien, die durch Licht aktiviert werden neuen, weißen Glanz erhalten. Beim Home Bleaching wird mit einem Aufhellungsgel, welches durch eine Trägerschiene am Zahn gehalten wird gearbeitet und der gleiche Effekt erzielt. Bei dieser Anwendung, die von außen geschieht, sollte der Zahnschmelz mittels Flouriden nach der Weißung (Dauer ca. 10 Nächte) unbedingt wieder gehärtet werden. Die dadurch entstehende Überempfindlichkeit der Zähne hebt sich in den meisten Fällen von alleine auf, wobei die empfindliche Reaktion des Zahnfleisches eventuell von einem Zahnarzt beobachtet werden sollte.

Bonusheft, Bonusregelung

Mit der Einführung des Bonusheftes wollen die Krankenversicherer ihre Kosten für Zahnersatz senken. Die Reglung zum Erhalt von einem 10 bis 15 prozentigen Bonus auf Zahnersatz (Brücken, Kronen und Prothesen) ist ganz einfach und unkompliziert. Der Patient muss vor Beginn seiner Zahnbehandlung in den vergangenen 5 bis 10 Jahren mindestens einmal im Kalenderjahr zur Kontrolle im Zahnarztstuhl gesessen haben.

Brackets

Leider ist nicht jeder Mensch von Geburt mit schönen, geraden und gleichmäßigen Zähnen gesegnet. Häufig stehen Backen-, oder Schneidezähne schief im Mund, oder das komplette Gebiss weißt Verformungen, oder Zahnlücken auf. Kieferorthopäden haben sich darauf spezialisiert, diese „Fehlbildungen“ zu regulieren. Hierfür kommen festsitzende oder auch herausnehmbare Zahnspangen zum Einsatz. Durch eine spezielle Klebetechnik werden die verschiedenen Zähne mit einem Draht verbunden und durch stetigen Druck und die erwünschte Stellung „gezwungen“. Damit die Zähne nicht beschädigt werden, oder der Zahnschmelz angegriffen wird, sowie zur Befestigung des Drahtes, werden Plättchen, die so genannten Brackets auf die Zähne geklebt. Häufig werden mit dieser, meist langwierigen Methode, sehr gute Ergebnisse erzielt.

Brücke

Die wohl am häufigsten vorkommende Behandlung in Zahnarzt Praxen bezieht sich auf die Versorgung des Patienten mit den erforderlichen Brücken und Kronen. Dies ist eine Reparatur im oralen Bereich, die große Anforderungen an die handwerkliche Kunst der Zahnärzte, Zahnlabore und Zahntechniker stellt. Bei dieser Arbeit, der Versorgung durch und Herstellung von Brücken, werden fehlende Zähne ersetzt und/oder überbrückt. Zur Befestigung einer Brücke müssen angrenzende Zähne als Brückenpfeiler zum Halt der Brücke beschliffen und überkront werden. Die eigentliche Brücke wird meist aus Goldlegierungen gearbeitet. Im sichtbaren, vorderen Bereich des Mundes wird Kunststoff oder Keramik in der Farbe der vorhandenen, eigenen Zahnsubstanz verwendet. Durch die unterschiedliche Anzahl der fehlenden Zähne werden ein- oder mehrspannige Brücken eingesetzt. Je nach Umfang kommen auch drei- oder mehrgliederige Brücken zum Einsatz.

Brückenglied, Brückenzwischenglied

Da eine Brücke, je nach Anzahl der fehlenden Zähne, aus ein oder auch mehreren Brückengliedern (künstlichen Zähnen) bestehen kann, wird der einzelne, künstliche Zahn einer Brücke Brückenglied genannt. Grundsätzlich könnte ein Brückenglied auch als Kunstzahn Nummer 1 bis 32 bezeichnet werden.

Einzelzahnimplantat

Beim herkömmlichen Zahnersatz (Brücke) werden die beiden Nachbarzähne beschliffen. Der Zahn verliert dabei an Substanz. Generell ist die Lebensdauer eines Zahnes höher, wenn er nicht überkront ist. Ein Einzelimplantat, der Ersatz eines Zahnes durch ein Implantat, kommt meistens dann zur Anwendung, wenn die Nachbarzähne geschont werden sollen und der Einsatz einer Brücke aus diesem Grunde vermieden werden kann. Das Einzelzahnimplantat verhindert diese Nachteile der Überkronung von zwei Zähnen für eine Brücke, vor allem, wenn diese Zähne ansonsten gesund sind.

Endodontie

Sind Große Teile der Zahnkrone zerstört, muss in den meisten Fällen eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden. Dies fällt in den Teilbereich der Zahnerhaltungsmaßnahme und wird auch als Endotonie bezeichnet. Die Zahnerhaltungskunde befasst sich hauptsächlich mit der Erhaltung des Zahnweichgewebes. Das sind die Nerven, auch Pulpa genannt, sowie das angrenzende Zahnbein im Inneren des Zahnes. Vor der Behandlung sind genaueste Analysen über den Zustand des Zahnes nötig. Hierfür eignet sich besonders die Panorama Röntgenaufnahme.

Einlagefüllung

Ist ein Zahn in seiner Substanz soweit geschädigt, dass sich Löcher gebildet haben, der Zahnschmelz geschädigt ist, oder im Innern des Zahnes Hohlräume entstehen, ist eine Füllung des Zahnes mit fremdem Material notwendig. Hier kommt das Inlay, auch als Gussfüllung bezeichnet, zur Anwendung. Das Material zur Versorgung des defekten Zahnes besteht hauptsächlich aus reinem Gold, Goldlegierungen, oder keramischen Massen. Weiterhin gibt es auch Verbindungen beider Werkstoffe, die so genannten Galyano-Inlays. Grundsätzlich sind diese Einlagenfüllungen sehr haltbar und stören kaum das natürliche Bissgefühl in der Mundhöhle. Bei korrekter Verarbeitung entsteht kein 'Fremdkörpergefühl'.

Festsitzender Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz sind Kronen, Brücken, Veneers und Inlays. Diese bestehen aus Kunststoff, Keramik oder Metall. Der Zahnarzt bereitet die vorhandenen Zähne durch Abschleifen für einen Abdruck vor. Aus diesem Abdruck stellen die Zahntechniker im Zahnlabor den künstlichen Zahnersatz her. Mit Zahn-Zement oder speziellem Kleber wird dieser festsitzende Zahnersatz auf den abgeschliffenen Zahnstümpfen befestigt. Sollen einzelne, gesunde Zähne nicht angeschliffen werden, oder fehlen Zähne komplett, werden zur Aufnahme des festsitzenden Zahnersatzes Implantate verwendet. Die Implantate werden operativ in den Kieferknochen gesetzt und übernehmen nach dem Einwachsen die Funktion einer natürlichen Zahnwurzel.

Füllung / Plombe

Karies, ein immer wieder auftauchender Begriff im Zusammenhang mit der Zerstörung der Zahnsubstanz. Die Gründe hierfür sind bekannt. Falsche Ernährung, zuviel Süßigkeiten (vor Allem bei Kindern) mangelnde Zahnhygiene. Ist der Zahn erst einmal durch Karies zerstört, muss dieser durch Bohren, entfernen der Karies zur Behandlung vorbereitet werden. Es wird eine Hohlform im Zahn geschaffen, damit dort die Unterfüllung zur Platzierung der eigentlichen Füllung eingebracht werden kann. Es gibt verschiedene Arten von Füllungsmaterialien wie das umstrittene Amalgam, eine Reihe von Kunststoffen, auch Komposites oder weiße Füllungen genannt. Weiterhin werden die wenig haltbaren Zemente (meist als Provisorium, oder Unterfüllung) sowie starre Füllungsmaterialien, Gold, Goldlegierungen (Inlays) eingesetzt.

Funktionsabdruck

Die Zusammenarbeit zwischen dem Zahnarzt und dem Zahntechniker ermöglicht die Herstellung von Zahnersatz. Damit der Zahnlose Kiefer mit Zahnersatz versorgt werden kann, muss ein Abdruck hergestellt werden. Es ist wichtig dabei, dass die natürliche Bewegung des Kiefers berücksichtigt wird. Auch spielen hierbei die Mechanismen der Muskeln und Schleimhäute in ihrer natürlichen Funktion, wie diese sich beim Essen und Sprechen verhalten, eine große Rolle. Dieser spezielle Funktionsabdruck wird am Patienten mit einer dafür hergestellten Schablone, dem Funktionslöffel genommen. Für das Zahnlabor ist dieser Abdruck der Ausgangspunkt zur Herstellung von Zahnersatz, oder eines kompletten Gebisses. Meist sind nach dem Einsetzen noch kleine Anpassungen durch den Zahnarzt notwendig. Diese fallen umso geringer aus, wenn Labor und Praxis gut zusammen arbeiten.

Galvanotechnik

Gleich einer Auto Batterie befinden sich auch im Menschlichen Körper elektrische Spannungen, die in einer ständigen Bewegung sind und die unterschiedlichsten Funktionen, angefangen von Impulsen des Gehirns, steuern und überwachen. Diese elektrischen Ströme werden auch durch unsere Zähne geleitet und können bei der Unterbrechung, oder Umlenkung empfindliche Störungen hervorrufen. Damit dies bei der Versorgung mit Zahnersatz weitgehend ausgeschlossen bleibt, kommt hier die Galvanotechnik zum Einsatz. Dies ist eine elektro-chemische Methode, mit deren Hilfe Werkstoffoberflächen besser elektrisch leitend, abriebfester und korrosionsbeständiger gemacht werden. Hierbei werden Oberflächen von metallischen Zahnersätzen mit edlen Schichten, wie Gold, oder Goldlegierungen überzogen.

Gebiss

Das Gebiss des Menschen besteht aus 32 Zähnen und erfüllt in seiner Ursprünglichkeit einzig die Funktion der Nahrungsaufnahme und Zerkleinerung. Sich hiermit auch zur Wehr zu setzen, sprich zu zubeißen, entstand durch die zunehmende Anzahl von natürlichen Feinden, als Möglichkeit zu dominieren, sich zur Wehr zu setzen und letztlich um zu Überleben. Im Kiefer des Erwachsenen befinden sich jeweils Oben und Unten 6 große Backenzähne, die auch Mahlzähne (Zerkleinerung der Speisen) genannt werden. Weiterhin finden wir hier 4 kleine Backenzähne (zur Fixierung der Speisen) sowie 2 Eck- oder auch Reißzähne und 4 Schneidezähne, mit denen die Nahrung abgebissen (gerissen) wird.

Gussfüllung

Eine Goldlegierung dient als Füllungsmaterial der Zähne, vornehmlich im Backenzahnbereich. Diese Art der Zahnreparatur wird auch als Inlay bezeichnet. Diese sehr aufwendige Arbeit des Zahnarztes liefert ein sehr langlebiges Ergebnis. Es wurden für Inlays (Gussfüllungen) sehr spezielle Poliermethoden entwickelt. Hierdurch lässt sich der natürliche Spalt zwischen der noch vorhandenen, eigenen Zahnsubstanz auf ein Minimum reduzieren und das Eindringen von Fremdkörpern so gut wie vermeiden.

Geschiebe

Wenn einzelne Zähne fehlen und Implantate als Zahnersatz nicht in Frage kommen, wird häufig auf die Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz zurückgegriffen. Dabei kommt das so genannte Geschiebe zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Halterung (Halteelement) welches als Verbindung zwischen dem Restzahnbestand und/oder einzelnen, überkronten Zähnen, den so genannten Ankerzähnen, als Verbindung dient.

Haftmittel

Manche Patienten bevorzugen aus den unterschiedlichsten Gründen anstelle von festem Zahnersatz, den herausnehmbaren, auch Prothese genannt. Die Vollprothese liegt direkt am zahnlosen Kiefer an und sollte eine sehr hohe Passgenauigkeit besitzen, da ansonsten Schäden am Zahnfleisch auftreten können. Damit die Prothese am Kiefer hält, kommen Haftmittel zum Einsatz. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen aus, in Form von Pasten, Cremes, Flüssigkeiten oder aus Pulver zum anrühren. Zu empfehlen ist auf jeden Fall vor der Anwendung ein Verträglichkeitstest, da ansonsten durch unzweckmäßigen Gebrauch erhebliche Schäden im Mundbereich auftreten können.

Halbkrone

Wenn das eigene Gebiss beschädigt ist, aber sich Karies noch nicht zu sehr verbreitet hat und die Zähne nur teilweise angegriffen sind, werden Teilkronen verwendet. Hierbei wird die eigene Zahnsubstanz weitestgehend geschont und es bleibt soviel als möglich erhalten. Nur die von Karies befallene Stelle wird herausgearbeitet und dann, speziell im sichtbaren Bereich mit einer Halbkrone versorgt.

Heil- und Kostenplan

Vor Beginn einer Zahnersatzbehandlung (Versorgung mit Kronen, Prothesen und Brücken) erstellt der Zahnarzt einen, für den Patienten kostenfreien Heil- und Kostenplan. Hierin sind die einzelnen Leistungen und voraussichtlichen Kosten für die zahnprothetische Behandlung (zahnärztliches Honorar, Material- und Laborkosten) aufgelistet. Die Höhe des vom Patienten zu zahlenden Eigenanteils richtet sich in Deutschland nach den Eintragungen im Bonusheft. Der Krankenversicherungsträger, sprich die Krankenkasse übernimmt bis zu 65 Prozent der zwischen den Zahnärzten und Krankenkassen vereinbarten Kosten, bei den so genannten Härtefällen erfolgt teilweise eine volle Kostenübernahme. Dies gilt nicht für Kosten einer Metalllegierung, die gegebenenfalls in den geschätzten Material- und Laborkosten enthalten sind. Hierfür wird je Abrechnungseinheit (Krone, Brückenglied, Primär- und Sekundärteil einer Teleskopkrone, gegossenem Stiftaufbau, individuellem Geschiebe und individuellem Steg) ein Betrag von bis zu zehn Euro übernommen. Der Heil- und Kostenplan ist dem Patienten auf dessen Wunsch hin, vom Zahnarzt unentgeltlich auszuhändigen.

Herausnehmbarer Zahnersatz Teilprothese / Vollprothese

Die Prothese oder auch der herausnehmbare Zahnersatz gliedert sich in verschiedene Bereiche. So gibt es diese partielle Prothese als kompletten Ersatz aller Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer. Die Teilprothese wird mit den unterschiedlichsten Konstruktionen an den eigenen Zähnen, oder am Zahnersatz, wie zum Bespiel an Implantaten befestigt. Die totale Prothese wird eingesetzt, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Zum halt am Kiefer/Zahnfleisch werden die unterschiedlichsten, je nach Verträglichkeit, Haftmittel oder Klebemittel eingesetzt. Die Herstellung einer perfekten Prothese, die nicht vom Patienten als Fremdkörper um Mundbereich empfunden wird, erfordert großes handwerkliches Können vom Zahnarzt und Zahntechniker. Nur das perfekte Zusammenspiel beider Seiten liefert das gewünschte Ergebnis für den Patienten.

Hypersensibilität

Jeder Mensch reagiert Aufgrund seiner eigenen Empfindungen unterschiedlich auf körperliche Eingriffe. Die Schmerzempfindlichkeit ist sehr unterschiedlich und Empfindungen hierzu werden nicht nur durch den Körper mit seinen Nerven übertragen, sondern hängen auch mit den gemachten Erfahrungen und der psychischen Verfassung/Stabilität zusammen. Von einer Hypersensibilität wird gesprochen, wenn als Folge einer Zahnbehandlung, zum Beispiel nach dem Beschleifen eines oder mehrer Zähne die Zahnhälse freiliegen und unangenehmes Ziehen oder starke Schmerzen auftreten. Sollten sich diese Beschwerden nach einigen Tagen nicht legen, oder sogar verstärken, wird der Zahnarzt entsprechende Mittel zur Abklingung einsetzen.

Impaktierter Zahn

Die unterschiedlichsten Ursachen, wie Eiweiß- und Kalkmangel in der Jugend Phase, die Fehlbildung des Kiefers, ein Gen Defekt, oder einfach nur eine Laune der Natur können die Ursache dafür sein, dass ein Zahn im Kiefer verbleibt und sich nicht nach oben hin weiterbildet. Häufig spielt auch die falsche Lage im Kiefer oder einfach nur Platzmangel eine Rolle, wenn der Zahn nicht in die Zahnreihe durchbrechen Kann. Solange dieser impaktierte Zahn keine Beschwerden verursacht, die Lücke nicht durch Zahnersatz oder ein Implantat geschlossen werden soll, ist es ratsam, den impaktierten Zahn im Kiefer zu belassen, da ansonsten nach entfernen der Kieferknochen wieder aufgebaut werden sollte.

Implantat

Bei Verlust eines, oder mehrerer Zähne, sowie zur Halterung/Fixierung einer festsitzenden Brückekonstruktion und herausnehmbaren Zahnersatz werden heute nicht nur in Ungarn, Polen und Tschechien, sondern weltweit Implantate eingesetzt. Diese Implantate (Schrauben) bestehen aus Fremden oder körpereigenem Material, welches in den Kiefer eingepflanzt/eingeschraubt wird. Das Material der Implantate zur Befestigung der Kronen, des Aufbaus, besteht aus Knochen, körpereigenem Material, Keramik, oder Titan. Hierdurch können fehlende Zähne, oder verloren gegangene Kieferknochen ersetzt werden. Der Einsatz eines Implantates erfolgt nach dem Bohren eines Loches in den Kieferknochen. In dieses Wird dann das Implantat eingeschraubt. Sollte hierfür nicht genügend Knochenmaterial vorhanden sein, kann dieses durch Eigensubstanz wieder aufgebaut werden. Man unterscheidet das Einzelimplantat (eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die ca. 3-6 Monate einwachsen sollte, um dann den Aufbau, die eigentliche Krone aufzunehmen. Zwei Implantate zur Aufnahme der Totalprothese. Diese werden mit einem Steg zur Stabilisierung miteinander verbunden. Das Einsetzen von vier Implantaten zur Befestigung einer Teleskop Prothese. Der Einsatz von 6 Implantaten zum befestigen einer festsitzenden Brücke. Dies bewirkt einen sehr hohen Tragekomfort und eine große Stabilität. Da über Implantate die beim Kauen entstehenden Kräfte ähnlich wie bei eigenen Zähnen, an den Kiefer weiter gegeben werden, wird hierdurch dem Knochenschwund wirkungsvoll vorgebeugt.

Implantation

In der vorbereitenden Phase macht sich der Zahnarzt ein Gesamtbild von dem Gebiss und dem Kiefer. Er klärt den Patienten über den operativen Eingriff auf und beginnt mit der Planung. In der operativen Sitzung wird der Kiefer an der Stelle freigemacht, an welcher das Implantat eingesetzt werden soll. Die Stelle (Implantatbett) an der das Implantat einzusetzen ist wird nun aufbereitet, das Implantat eingebracht und anschließend das Zahnfleisch rund um das Implantat wieder vernäht. Die Dauer der Implantation beträgt je nach Anzahl der zu setzenden Implantate zwischen 30 und 100 Minuten. Die Verheilung der Wundstellen dauert ca. eine Woche, anschließend werden die Operationsnähte entfernt. Die Stelle um den Eingriff wird eine gewisse Zeit geschwollen sein. Die eigentliche Einheilungsphase dauert zwischen 3 und 6 Monaten. In der Zwischenzeit bekommen die Patienten ein Provisorium gestellt. Nach der Einheilungszeit nimmt der Zahnarzt einen Abdruck zur Herstellung des Zahnersatzes im Dentallabor. Dort wird die prothetische Arbeit durchgeführt und ein provisorischer Ersatz zu Testzwecken erstellt. Dieses Muster wird beim Zahnarzt eingesetzt, die letzten genauen Anpassungen vorgenommen und ein weiterer Abdruck gemacht. Aus diesem Abdruck wird dann im Dental-Labor dass Zahnersatz – Produkt, Kronen, Brücken Prothetik erstellt und wenige Tage später in der Zahnarzt Praxis vom Zahnarzt eingebaut.

Individualprophylaxe

Sind Erkrankungen im Mundbereich an den Zähnen oder des Zahnhalteapparates erst einmal aufgetreten, sind häufig chirurgische Eingriffe zur Behebung und Wiederherstellung der Funktionen notwendig. Viele Erkrankungen im Oralen Bereich ließen sich vermeiden, wenn die Patienten vorbeugende Maßnahmen, die Individualprophylaxe in regelmäßigen Abständen durchführen ließen. Voraussetzung hierfür ist die individuelle Aufklärung des Patienten durch den Zahnarzt. Hier sollte die Entstehung von Erkrankungen durch die verschiedenen Zusammenhänge im Vordergrund stehen. Weiterhin sollen praktische Übungen zur Mundhygiene, sowie eine Fluoridierung und das Versiegeln der Fissuren von Backenzähnen vom Zahnarzt angesprochen und erklärt werden.

Inlay

Durch Karies, Zahnfäule, den Biss auf einen Kirschstein, oder das stetige Nagen vom Zahn der Zeit. Irgendwann benötigt fast jeder Mensch eine Reparaturmaßnahme an seinen Zähnen. Heute wird das Loch im Zahn in den meisten Fällen durch ein so genanntes Inlay geschlossen. Dieses Inlay ist eine Einlagenfüllung, oder auch Gussfüllung genannt, die meist aus Edelmetall besteht. Im sichtbaren Bereich des Mundes aus kosmetischen Gründen auch aus Keramik, oder einer Kombination verschiedener Werkstoffe. Wenn mit Goldgussfüllungen gearbeitet wird, ist davon auszugehen, dass diese Reparatur zu der dauerhaftesten am Zahn überhaupt zählt. Weiterhin wurden hierfür spezielle Poliermethoden entwickelt, die den Spalt zwischen der Füllung und dem eigentlichen Zahn derart minimieren, dass fast der Einruck des Zusammenwachens entsteht.

Inlaybrücke

Für die Versorgung einer Zahnlücke gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine hiervon ist die spezielle Art der Lückenversorgung durch eine Brücke im Zusammenhang mit Inlays. Hierbei werden die Pfeilerzähne, der Halt einer Brücke, nicht aus Kronen, sondern Inlays bestehen. Dazwischen wird dann das Brückenzwischenglied gearbeitet. Weiterhin muss unterschieden werden, dass es sich hierbei nicht um eine Versorgung der Füllungsbehandlung handelt, sondern ganz klar um Zahnersatz.

Jacketkrone

Heute hat sich die Jacketkrone als eine der hochwertigsten Vollkeramikkronen überhaupt etabliert. Diese Mantelkrone, oder auch Porzellanmantelkrone ist sehr funktionell. Ihre Haltbarkeit, die Ästhetik und ihr echtes Gefühl im Mundbereich sind unübertroffen. Die Jacketkrone ist vollständig aus Porzellan gearbeitet, lässt sich in Ihrer Farbe den eigenen Zähnen so anpassen, dass der Unterschied nicht ersichtlich ist und wird daher überwiegend im Frontzahnbereich eingesetzt. Bei der Anfertigung werden sehr hohe Ansprüche an den Zahnarzt, den Zahntechniker und das Zahnlabor gestellt.

Karies

Bei der Aufnahme von Nahrungs- und Genussmitteln werden Bakterien frei gesetzt. Durch diesen Prozess ist es möglich, dass die Kohlenhydrate zu Säuren vergoren werden. Diese Säuren aber greifen ständig sämtliche Teile unserer Zähne an und zersetzen dabei den harten Zahnschmelz. Bei diesem Prozess entsteht die befürchtete Karies. Bis heute ist unser Körper nicht in der Lage, im Gegensatz zu sonstigen Verletzungen und Wunden, hiergegen Körpereigene Reparaturmaßnahmen zu entwickeln und die entsprechenden Mineralien zu entwickeln. So ist es Zahnmedizinisch nur im Anfangsstadium von Karies möglich, durch Wiedereinlagerung von Mineralien den Zahnschmelz wieder aufzubauen und eine Ausheilung zu erreichen. Ist dieses Anfangsstadium überschritten, kann eine Ausheilung nur noch durch Entfernen, bohren des Karies und einer Zahnfüllung erfolgen.

Kariestherapie

Die durch Karies entstandenen Schäden am Zahn müssen von einem Zahnarzt behandelt werden, da sonst ein weiteres Ausbreiten dieser Krankheit unvermeidbar ist und auch Nachbarzähne hiervon befallen werden können. Dies geschieht durch das Ausbohren der befallenen Stelle. Ist dieser Defekt behoben, wird das entstandene Loch zur Aufnahme (Kavität) des geeigneten Füllungsmaterials vorbereitet. Sind die Hohlräume im Zahn zu groß, wird in den meisten Fällen zu einer Versorgung mittels Krone geraten, da der Zahn hierdurch eine höhere Stabilität erhält.

Keramik-Inlay

Inlays, auch Einlagefüllungen genannt, sind die stabilsten und dauerhaftesten Füllungen zum Verschließen der im Zahn zum Beispiel durch Karies entstandenen Löcher. Sie werden meist im sichtbaren Bereich des Mundes verwendet und lassen sich hervorragend in der Farbe zum eigenen Zahnbestand anpassen. Diese Füllungen kosmetischen werden im Zahnlabor hergestellt, oder aus der Industriekeramik heraus geschliffen. Hierbei sollte die zu behandelnde, defekte Stelle im Zahn, rundherum von Zahnschmelz umgeben sein. Das Befestigen/Einkleben am eigenen Zahn erfolgt mit einer hierfür speziellen Methode, der Adhäsivtechnik. Bedingt durch das Material der Inlays, benötigen diese ein gewisse Stärke, um den Kaubelastungen stand zuhalten.

Kieferorthopädie

Da die meisten Zahnärzte genügend mit den sichtbaren Problemen an den Zähnen ausgelastet sind, hat sich für den unsichtbaren Bereich, dem Kiefer, eine eigene Medizinische Sparte entwickelt. Die Kieferorthopädie ist die Lehre, oder auch Fachgebiet, welches sich mit Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer beschäftigt, der Zahn- und Kieferanomalien und deren Behandlung. Die Behandlung erfolgt mit fest sitzenden oder herausnehmbaren Zahnspangen Hierbei gilt es, Fehlentwicklungen und Fehlbildungen im Kiefer- und Gesichtsbereich zu erkennen, zu beurteilen und zu behandeln. Ein Zusammenspiel zwischen dem Zahnarzt und dem Kieferorthopäden ergeben ein für den Patienten befriedigendes Ergebnis bei dessen Zahnbehandlung.

Knirschen

Nicht immer ist der Grund für ein Knirschen mit den Zähnen, auch Bruxismus genannt, für den Zahnarzt erkennbar. Das im Unbewussten ablaufende Aneinanderreiben der oberen und unteren Zahnreihen im Ober- und Unterkiefer, kann verschiedene Ursachen haben. Dieses Zähneknirschen wird meist von Spannungskopfschmerzen begleitet und häufig durch psychische Probleme verursacht. Auch kann das Lebensumfeld, die Schlafgewohnheiten, sowie Kieferfehlstellungen nach operativen Eingriffen im Oralen Bereich hierfür der Grund sein. Da der Zahnarzt diese Ursachen in den meisten Fällen nicht erkennen, oder beheben kann, Wird von diesem, um schweren Schädigungen am Zahnhalteapparat vorzubeugen, die zu erheblichem Materialverlust der Zahnkauflächen und zu Kiefergelenkserkrankungen führen, aus zahnmedizinischer Sicht erfolgt eine temporäre Behandlung mittels einer Knirscherschiene durchgeführt.

Knochenaufbau

Sollen fehlende Zähne durch Zahnersatz ersetzt werden, kommen hierfür zunehmend Implantate in Betracht. Vor dem Einpflanzen der Implantate wird anhand der der Panorama Röntgenaufnahme/ Computertomographie durch den Zahnarzt oder auch Kieferorthopäden, die eigene, vorhandene Knochensubstanz festgestellt. Das Implantat kann nur bei ausreichend vorhandenem Knochenmaterial fest einwachsen. Zum Aufbau des vorhandenen Kieferknochens verwendet der Kieferchirurg ein Granulat, welches zum Teil aus Körpereigenem Knochenmaterial und einem fremden Knochenmineral besteht. Durch die große Ähnlichkeit zu menschlichem Gewebe sind diese Materialien bestens dazu geeignet, die Bildung neuen Knochengewebes zu fördern und die die Gewebeheilung im menschlichen Körper stark zu beschleunigen. Sie werden zur Heilung in das Gewebe integriert und dann vom körpereigenen Stoffwechsel allmählich (im Allgemeinen schon nach wenigen Monaten) abgebaut.

Komposit

Sind die Zähne im Frontbereich zum Beispiel durch Karies, einen Unfall, oder Bissschäden angegriffen, wird von den Zahnärzten meist auf ein Zahnfarbenes Füllungsmaterial verwiesen. Das Komposit ist ein sehr stabiles Füllungsmaterial und besteht aus verschiedenen Kunststoffen. Die unterschiedlichen Komponenten sind hierfür speziell aufbereitet und in diese werden mikrofeine Glas- und Quarzteilchen eingebunden. Dieses Füllungsmaterial wird mit dem Zahnbein verbunden und anschließend mit einem speziellen Kleber an den Zahnschmelz gebracht. In der Regel wird diese Komposit Füllung abschließend mit einem speziellen Licht gehärtet.

Konuskrone

Eine der Teleskopkrone ähnliche Doppelkrone. Im Gegensatz zur Teleskopkrone, welche mindestens zwei parallele Flächen aufweist, läuft die Konuskrone nach oben kegelförmig zu.

Korrekturabdruck

In zwei Phasen verlaufender Abdruck in der prothetischen Zahnheilkunde. Der erste Abdruck wird mit einem festen Material genommen, um eine stabile Grundform zu erhalten. In der zweiten Phase wird der Abdruck auf der Grundlage des Erstabdrucks nochmals mit einem sehr dünn fließenden Material genommen, um kleinste Feinheiten exakt wiederzugeben.

Krone

Unabhängig davon, ob es sich um einen natürlichen Zahn oder Zahnersatz, zum Beispiel ein Implantat handelt, ist die Krone der Oberbegriff für den sichtbaren, oberen Teil eines Zahnes. Die Krone als Bezeichnung für Zahnersatz gibt es in unterschiedlichsten Formen und aus verschiedenen Materialien. Kronen im nicht sichtbaren Teil des Mundes bestehen aus Kostengründen meist aus Metalllegierungen, oder Metallkeramik Verbindungen. Im sichtbaren vorderen Teil des Zahnapparates, an den Front oder Schneidezähnen wird meist die ästhetisch hochwertigste Möglichkeit verwendet, die Vollkeramikkrone. Diese ist vom natürlichen Zahn in der Form, Farbe und Funktion praktisch nicht zu unterscheiden. Das eigentliche Überkronen des Zahnes geschieht durch das Beschleifen des natürlichen Zahnes, wobei die vorhandene Zahnkrone in der Größe reduziert wird. Hierdurch erhält der Zahnarzt Platz für das Setzen der vom Zahntechniker angefertigten, künstlichen Krone.

Langzeitprovisorium

Sind die Zähne beschliffen worden, oder müssen die Wunden nach dem Entfernen der Zähne ausheilen, wendet der Zahnarzt, oder Kieferorthopäde die provisorische Versorgung an. Hiermit soll erreicht werden, dass in einem Zeitraum von bis zu zwölf Monaten, die Heilungsprozesse abgeschlossen sind und der Kiefer seine Umbauvorgänge beendet hat. Danach kann dann der Zahnarzt mit der eigentlichen, dauerhaften Behandlung beginnen.

Metallkeramik

Das Metall-Keramik-Verbundsystem wird als Kronen- oder Brückenzahnersatz verwendet. Hierbei kommt ein Metallgerüst zum Einsatz, welches mit Keramik, einer keramischen Masse verblendet wird. Diese Zahnärztliche Arbeit wird auch als VMK-Technik bezeichnet.

Modellguss

Herausnehmbarer Zahnersatz für eine aus Edelmetall oder aus einer Chrom-Kobalt-Legierung (Stahlprothese) hergestellte Teilprothese in einem Guss.

Mundgeruch

Halitosis, oder auch Mundgeruch kann aufgrund der verschiedensten Ursachen entstehen. Hierbei spielt die fehlende Magensäure oder auch die Übersäuerung des Magens eine große Rolle. Natürliche sind die Ursachen auch bei Verunreinigungen der Zähne oder des Zahnersatzes aufgrund von schlechter Mundhygiene zu finden. Ebenso können die Gründe für Mundgeruch auch im Darm, in der Nase, in den Lungen und bei Allgemeinerkrankungen liegen. Sollte dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben und der Zahnarzt keine wirksame Behandlung anwenden, ist es ratsam, einen Allgemeinmediziner zur Findung und Behebung der Ursachen zu konsultieren.

Mundschleimhaut

Der gesamte Mundraum wird von zwei Arten der so genannten Schleimhaut bedeckt. Hierbei unterscheidet der Mediziner die verschieblichen Schleimhäute, diese finden sich zum Beispiel an den Lippen und die unverschieblichen Schleimhäute im Gaumen- und Kieferkamm Bereich. Die Mundschleimhaut reagiert bei vielen Menschen mit sehr empfindlichen Reaktionen auf Einflüsse von Außen, oder auch auf die des eigenen Körpers. Dies äußert sich dann häufig im Auftreten der so genannten Herpes, den Fieberbläschen an den Lippen, der verschieblichen Schleimhaut.

Mundspül-Lösung

Zahnfleischentzündungen, sprich Paradentose, Pilze und Bakterien, sowie Plaque führen meist zu schlechtem Atem. Zur Abhilfe und Ausheilung, auch bei Bakterienbefall und Pilzen, empfiehlt der Zahnarzt, oder Apotheker die medizinisch wirksame Mundspülung. Daneben gibt es noch Mundspülungen, die in erster Linie ausschließlich für den frischen Atem sorgen und den guten Geschmack fördern. Damit die Mundflora nicht durch einen zu häufigen Gebrauch in ihrer Funktion geschädigt wird, sollten diese Mundspülungen nicht auf Dauer angewendet werden.

Nicht festsitzender Zahnersatz

Die Unterscheidung bei herausnehmbarem Zahnersatz gegenüber dem festsitzenden Zahnersatz liegt in einem hochwertigem Zahnersatz und funktionellen, einfachen Zahnprothesen. Bei der Vollprothese aus Kunststoff handelt es sich um die einfache Prothese. Hierbei werden die künstlichen Zähne aus Kunststoff in der gleichen Position verankert, in der sich vorher die natürlichen Zähne befanden. Die Prothese wird Klammerprothese genannt und der Zahnersatz wird im Mundraum mit Gussklammern oder durch Drähte befestigt. In den meisten Fällen wird das Ergebnis dieser einfachen Versorgung vom Patienten als störend empfunden. Die Teleskop Prothese, auch Doppelkronen Prothese genannt wird über eine Geschiebe Prothese in Form einer Geschiebe Verankerung mit Klammern frei befestigt. Diese Art des herausnehmbaren Zahnersatzes zählt durch den Halt an den vorhandenen Zähnen zu der hochwertigen Zahnversorgung.

Offener Biss

Ein nicht Zusammenbeißen aller, oder einiger Zähne des Oberkiefers mit dem Unterkiefer, besonders im Schneidezahnbereich.

Onlay

Diese passgenaue Zahnfüllung lässt der Zahnarzt im Dentallabor durch den Zahntechniker anfertigen. Bei einem Onlay handelt es sich um Zahnersatz, der die gesamte Kaufläche, einschließlich der Zahnhöcker bedeckt. Das Material des Onlays besteht aus Gold, meist für den unsichtbaren Bereich des Mundraumes, sowie aus Keramik, für den sichtbaren Bereich, der Schneide- und Frontzähne. Zum Onlay zählt auch das so genannte Overlay. Diese Art der Füllung ähnelt der des Onlays, wobei hier nur ein Teil der Höcker gefüllt wird.

Oral

Den Mund, die Mundhöhle betreffend.

Orthodontie

Ähnlicher Begriff wie Kieferorthopädie. Regulierung von Zahnfehlstellungen, bei der die Behandlung überwiegend mit festsitzenden Apparaturen durchgeführt wird.

Parodontalbehandlung

Komplexe Maßnahmen zur Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates.

Parodontitis

Entzündungen und Infektionen am Zahnhalteapparat in chronisch auftretender, bakterieller Art werden Paradontitis oder auch Paradentose genannt. Die Gründe und Ursachen für Paradontose sind unterschiedlichster Art. Einersets spielt die Veranlagung eine große Rolle, oder das nicht entfernen von Zahnbelägen. Hierbei können sich zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch so genannte Zahnfleischtaschen bilden, in denen sich entzündliche Bakterien bilden. Leider wird die Paradentose von vielen Betroffen nicht erkannt und zieht auch aus diesem Grunde schwere Schäden nach sich. Die Folge kann die Lockerung des Zahnes aus dem Kieferknochen und dem Zahnfleisch sein. Auch hierbei werden häufig die Symptome wie gerötetes und angeschwollenes Zahnfleisch, oder auch Zahnfleischbluten zu spät, oder nicht bemerkt.

Paradontose

Fälschlicherweise wird der Bergriff Parodontose im Volksmund häufig als eine Zahnfleischentzündung benutzt. Medizinisch hat eine Zahnfleischentzündung jedoch nichts mit Parodontose zu tun, da diese eine entzündungsfreie und auch altersbedingte Rückgängigkeit des Zahnhalteapparates bedeutet. Richtig und verständlich ausgedrückt ist Parodontose die entzündungsfreie Rückbildung des Zahnhalteapparates. Diese Rückbildung kann auch als Zahnbettschwund bezeichnet werden. In den meisten Fällen bildet sich durch mangelnde Belastung bei fehlenden Zähnen, oder mangelnden Füllungen, im Laufe der Zeit der Kieferknochen zurück. Weiterer Zahnverlust ist dann vorprogrammiert.

Plastische Füllungen

Im Gegensatz zu festen Füllungen, Guss und Keramik, arbeitet der Zahnarzt aber auch mit plastischen Füllungen. Plastische Füllungen bestehen aus verschiedenen Werkstoffen. Meist werden in der Zahnarzt Praxis hierfür verschiedene Amalgame oder auch Komposites, eine Mischung unterschiedlicherer Werkstoffe benutzt. Diese Füllungen sind beim Einbringen noch verformbar und lassen sich somit vom Zahnarzt leichter verarbeiten. Allerdings müssen die Verschlüsse absolut sauber gearbeitet werden, da ansonsten die Undichtigkeiten zur Lockerung der Füllung führen können.

Präparation

Damit der Zahnarzt bei einem Zahn mit einer Füllung, oder Zahnersatz versehen kann, muss dieser vorher behandelt werden. Diese Vorbehandlung zur Aufnahme von Füllungen oder dem Anbringen von Zahnersatz nennt man Präparation. Dies geschieht in den meisten Fällen durch das Ausbohren und/oder Beschleifen mit einem rotierenden Bohrer. Weiterhin werden hierfür auch Turbinen, oder lichtenergetische Instrumente eingesetzt. Grundsätzlich gilt für den Zahnarzt, bei einer Präparation so wenig wie möglicher von der bestehenden Zahnsubstanz zu entfernen.

Prothese

Werkstück zum Ersatz einiger (Teilprothese) oder aller Zähne (Vollprothese) meist auf Kunststoffbasis, bei Teilprothesen auch auf Metallbasis. Die Zähne können aus Kunststoff oder Porzellan gefertigt sein (Gebiss). Die Abdrucknahme, Bissbestimmung, Farbauswahl und Eingliederung einer Prothese sind ausschließlich zahnärztliche Maßnahmen, während die Anfertigung von Prothesen auf Weisung eines Zahnarztes in Zahnlabors erfolgt. Die Vollprothese ersetzt die gesamte Zahnreihe eines Kiefers. Ihre Basis besteht aus Kunststoff oder in Einzelfällen auch aus Metall, die aufgesetzten Zähne aus Kunststoff oder Keramik.

Prophylaxe

Die wenigsten Menschen haben von Natur aus blendend weiße Zähne. Außerdem werden die Zähne mit zunehmendem Alter gelblicher, verfärben sich Kaffee, Tee oder Nikotin. Auch spielt hierbei die Nahrungsaufnahme sowie der Alkoholkonsum eine Rolle. Damit die Zähne eine schöne, weiße Farbe erhalten, bietet der Zahnarzt die so genannte Prophylaxe an. Eine Maßnahme zur Reinigung der Zähne, Zahnoberflächen. Diese Prophylaxe wird in der Regel von besonders ausgebildetem Personal in der Zahnarzt Praxis durchgeführt. Die Prophylaxe Behandlung erfolgt mit speziellen Instrumenten und besonderen Pasten. Hiermit werden die weichen Zahnbeläge entfernt, die Zähne poliert und nachher mit einem schützenden Gel überzogen.

Provisorische Krone / Brücke

Wurde ein Zahn, oder auch mehre Zähne präpariert, erhält dieser zum Schutz eine provisorische Krone, oder auch eine Brücke. Diese soll Beschädigungen bis zur endgültigen Versorgung mit Zahnersatz vermeiden. Eine provisorische Krone/Brücke ist somit eine Maßnahme, entweder zum Schutz eines Zahnes nach Präparation bis zur Eingliederung des endgültigen Ersatzstückes (Krone, Brücke), oder als temporäre Versorgung einer Zahnlücke bis zur späteren Versorgung mit einer Brücke oder einer herausnehmbaren Prothese. Das Provisorium kann direkt vom Zahnarzt im Mund des Patienten angefertigt werden, oder nach einem Abdruck in einem Dentallabor. Somit erhalten die Zähne einen Schutz, der den Druck des Zusammenbisses abfängt und verteilt. Im sichtbaren Bereich hingegen werden Provisorien meist aus kosmetischen Gründen eingesetzt. Ein Provisorium sollte nur so lange getragen werden, wie es unbedingt nötig ist, da der Verschluss zum vorhandenen Zahn nicht die Festigkeit wie der endgültige Zahnersatz aufweist.

Raucherbelag

Beim Inhalieren von Tabakrauch werden Pigmente frei gesetzt. Diesen setzen sich an den Zähnen fest und verursachen den störenden, bräunlich-gelben Raucherbelag. Nicht nur dass die Zahnsubstanz hierdurch angegriffen wird und der Zahn spröde und anfällig für Angriffe von außen wird. Auch greift dieser Dauerreiz durch die besonderen Schadstoffe in Tabakrauch das Zahnfleisch an. Da das Zahnfleisch besonders gefährdet ist, können als Folge Zahnfleischentzündungen auftreten.

Retention

Begriff aus der zahnärztlichen Anatomie/Chirurgie: man spricht von einem retinierten Zahn, wenn dieser sich zwar richtig liegend im Kiefer befindet, aber nicht in die Mundhöhle durchbricht. Die häufigste dieser Formen sind die Weisheitszähne, gefolgt von den oberen Eckzähnen, welche zudem auch noch falsch im Kiefer liegen. Dies wird als retiniert und verlagert bezeichnet. Erhaltung eines kieferorthopädischen Zustandes mit speziellen Geräten. Nichtdurchbruch eines Zahnes, weil dessen Durchbruchszeit beträchtlich verspätet ist und bei dem klinische oder radiologische Anzeichen dafür bestehen, dass kein weiterer Durchbruch stattfinden wird Meist sind ein Platzmangel oder eine falsche Achsrichtung des Zahnkeimes die Ursachen dafür.

Sattelfüllung

Diese Art der Füllung ist die Bezeichnung für eine größere Füllung, welche beim Zahn die Kaufläche einschließt. Der Zahnarzt sollte darauf achten, dass diese Füllung auf einer sehr schmalen Zahnfläche aufliegt. Sonst besteht die Gefahr, dass der Zahn einer Kaubelastung nicht dauerhaft standhält und in Längsrichtung brechen kann.

Schmelz

Der Zahnschmelz ist ein emailleartiger Überzug der Zahnkrone und die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Der Zahnschmelz ist aus Schmelzprismen aufgebaut. Als Formgebendes, sich anpassendes, eigenes Körpermaterial, gilt der Zahn Schmelz auch anatomisches Körpermaterial. Genauer gesagt, sind hier einzelne Prismen zu Büscheln verflochten. Der Verlauf des Zahnschmelzes ist senkrecht zur Zahnoberfläche und er bildet parallel zur Schneidekante eine verlaufende Erhebung. Beschädigungen des Zahnschmelzes können zu Karies führen.

Schneidezahn

Jeweils vier Schneidezähne in den Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers, sowohl im bleibenden, wie auch im Milchgebiss, stets mit nur einer Zahnwurzel. Die mittleren oberen sind die breitesten, die mittleren unteren die schmalsten aller Frontzähne. Im normal ausgebildeten Gebiss beißen die oberen Schneidezähne zirka 1 bis 2 Millimeter über die unteren. Ihrem Zweck - dem Abbeißen von Nahrung - entsprechend, sind die Schneidezähne von meißel- oder schaufelartiger Form. Hiervon sitzen jeweils 4 Stück im oberen und unteren Bereich des vorderen Kiefers. Im oberen Kieferbereich sind diese Frontzähne im Gegensatz zum unteren Kieferbereich am breitesten. Bei einem normal ausgebildeten Gebiss steht ein oberer Schneidezahn ca. 2 mm über den unteren Schneidezähnen. Die Form ist zum Abbeißen der Nahrung meißel- oder schaufelartig.

Seitenzähne

Als Seitenzähne wird die Gesamtheit der großen und kleinen Backenzähne bezeichnet.

Sensible Zahnhälse

Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen. So entsteht ein verstärktes Schmerzempfinden durch verschiedene Reize (heiß, kalt, süß, sauer).

Stahlkrone

Hauptsächlich in der Kinderzahnheilkunde angewandte Kronenart zur Versorgung von stark zerstörten Milchzähnen oder zur vorübergehenden (provisorischen) Behandlung bleibender (Backen)Zähne. Zur Anwendung kommen vorgefertigte, anatomisch ausgeformte Kronen, welche dem zerstörten Zahn im Mund aufgepasst werden. Die Stahlkronen bezeichnet man auch als Konfektionskrone. Dies ist eine industriell vorgefertigte Krone, oder auch Kinderkrone. Sie besteht überwiegend aus Metall, Stahl, Zinn oder Aluminium. Teilweise wird die Stahlkrone auch aus vorgefertigtem Kunststoff erstellt.

Stiftkrone

Laienhaft als Stiftzahn bezeichnete Kronenart, welche bei tief zerstörten Zähnen als letzte Rettung zur Zahnerhaltung verwendet wird. Der tief zerstörte Zahn wird mit einer Wurzelfüllung versehen. Da die erforderliche Krone mangels Zahnsubstanz keinen Halt findet, wird in die Zahnwurzel ein Metallstift (Stiftzahn) und eine Metallschraube (oder neuerdings Keramik- beziehungsweise Carbonstifte = so genannte Stiftaufbauten) eingearbeitet, worauf dann die eigentliche Krone ausreichenden Halt findet.

Sofortimplantation

Einsetzen eines Implantats unmittelbar im Anschluss eines entfernten, eigenen Zahnes in die noch frische Extraktionswunde. Haupteinsatzgebiet ist der unfallbedingte Verlust von Frontzähnen. Man bezeichnet dies als primäre Sofortimplantation. Der Extraktionsalveole mit umgebendem Knochengewebe wird ein hohes Regenerationspotenzial nachgesagt. Allerdings zeigten Tierstudien, dass eine sehr enge Passung zwischen Implantat und Knochen von Bedeutung war. Ein Spalt von 1 mm Breite gilt als eine kritische Entfernung. Nach Zahnextraktionen und direkter Implantation ist die Dimension der Alveole meist größer als der Durchmesser des eingebrachten Implantats und es besteht teilweise ein erheblicher Spalt zwischen Implantatschulter und Alveolenrand. Um diese Schwäche zu kompensieren, arbeiten andere Verfahren entweder durch Einbringen von Knochenersatzmaterial und/oder nach der sekundären oder verzögerten Sofortimplantation. Das Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel erfolgt in einem Zeitraum von etwa 6 bis 10 Wochen. Dieser Zeitraum soll zur Ausheilung etwaiger Entzündungsprozesse dienen, eine engere Passung herstellen und so eine bessere Einheilung gewährleisten.

Systematische Zahnfleischbehandlung

Umfassende zahnärztliche Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates mit dem Ziel eines entzündungsfreien Zahnhalteapparates oder - dies ist nur selten möglich - dem völligen Ausheilen der Erkrankung.

Taschentiefe

Die Zahnfleischtaschentiefe dient als Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung. Mit einer speziellen Messsonde wird der Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche gemessen. Taschentiefen von über zwei Millimeter sollten behandelt werden, da sie einer Reinigung von außen wie auch einer Selbstreinigung nicht mehr zugänglich und häufig krankhaft entzündet sind. Eine Taschentiefe von bis zu 2 mm wird als normal angesehen.

Teilprothese

Als Teilprothese wird der herausnehmbare Zahnersatz. Die Prothese dient als Zahnersatz in einem Lückengebiss. Teilprothesen sind in ihrer Ausführung sehr vielfältiger Art. Allerdings weisen sämtliche Teilprothesen bestimmte Konstruktionsmerkmale auf. Mit Verbindungselementen, auch Verankerungselemente genannt werden vom Zahnarzt benutzt, um die Teilprothese an den vorhandenen Zähnen zu fixieren. Künstliche Zähne, die Implantate werden zur Befestigung der Prothese eingesetzt. Ausgleichselemente zur Stabilisierung verwendet. Die Hauptaufgaben der Teilprothesen bestehen darin, die Kaufunktionen wieder herzustellen, die Zahnpositionen zu sichern und zur Wiederherstellung der Ästhetik und Phonetik. Auch heute noch ist die Versorgung eines Lückengebisses mit einer Teilprothese die Hauptaufgabe der Zahnärzte.

Teleskop, Teleskopkrone

Da die Teleskopkrone immer aus 2 Teilen besteht, wird diese auch als Doppelkrone bezeichnet. Hier haben wir einmal die fest eingesetzte Primär- oder Innenteleskopkrone und das darüber greifende, herausnehmbare Außenteleskop. Teleskopkronen haben sich zum Standard entwickelt. Bei der Versorgung eines Lückengebisses mit herausnehmbarem Zahnersatz besteht ihr Vorteil in der problemlosen Erweiterung des Zahnersatzes. Sie ist auch hervorragend geeignet, wenn einer der Pfeilerzähne entfernt wurde. Allerdings stellt die Teleskopkrone auch sehr hohe Anforderungen an das Zahnlabor und den Zahnarzt. Ein Nachteil der Teleskopkrone besteht darin, dass diese im sichtbaren Bereich, bedingt durch ihre Konstruktion etwas klobig und unförmig wirkt.

Unterfüllung

In der Zahnheilkunde bekommt die Unterfüllung eine 2 fache Bedeutung. Sie wird angewendet, wenn eine zu kurze Abfüllung des Wurzelkanals besteht. Hierbei handelt es sich dann um eine Wurzelkanalbehandlung mit anschließender Wurzelkanalfüllung. Weiterhin hat sie eine Schutzschicht Funktion. Angebracht zwischen dem Boden der Kavität und der eigentlichen Füllung schützt sie vor thermischen, bakteriellen und chemischen Reizen. Verwendet werden Phosphat- und Glasionomerzemente. Diese Schutzschicht ist bei Amalgam und Gold unbedingt erforderlich. Hierdurch wird die Kalt- Warmempfindlichkeit deutlich gemildert, oder gar gänzlich beseitigt.

Veneer, Veneerkrone

Diese Art der Restauration durch eine Verblendschale, Funier, Laminat oder auch Frontzahnteilkrone bietet sich an, wenn Verfärbungen mittels Zahnbleichen nicht abgestellt werden können, als Ersatz bei Großen Füllungen im sichtbaren Zahnbereich, die kosmetisch der eigentlichen Zahnfarbe nicht mehr anzupassen sind. Weiterhin zur Korrektur schief stehender Zähne, bei Stellungsanomalien, zur Reparatur abgebrochener Zähne und auch zur Beseitigung von Zahnschmelzdefekten. Verblendung der sichtbaren Zahnflächen mit dünnen Keramikschalen (so genannter Presskeramik), welche im Gegensatz zur Jacketkrone den Zahn nicht vollständig überziehen. Die sichtbaren Flächen werden hauchdünn abgeschliffen und mittels im Zahnlabor angefertigten keramischen Verblendschalen versehen. Bei dieser Reparaturmaßnahme geht nur relativ wenig gesunde Zahnsubstanz verloren. Sie werden angefertigt, um zum Beispiel Schmelzrissbildungen, Zahnverfärbungen, Zahnkronenform- und Stellungskorrekturen zu beseitigen. Diese Maßnahmen dienen in der Regel ausschließlich der ästhetischen Verbesserung.

Vollprothese

Die Totalprothese, oder das Gebiss finden Anwendung als Zahnersatz aller Zähne des Ober- oder Unterkiefers durch einen herausnehmbaren Zahnersatz. im völlig Zahnlosen Kiefer. Der Halt einer Vollprothese wird von 2 wesentlichen Faktoren bestimmt. Einmal durch die Zusammensetzung des Speichels in dem Bereich der Prothesenbasis sowie am Prothesenlager. Zum anderen durch die Zusammensetzung des Speichels im Kapillarspalt und der den Kiefer bedeckenden Schleimhaut. Für den Zahnarzt gehört die Totalprothetik zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt.

Weisheitszahn

Der Volksmund bezeichnet in vielen Sprachen diesen Backenzahn oder den 8er deshalb als "Weisheitszahn", weil der Mensch in diesem Alter eine ausgeprägte Weisheit besitzt. Gemeint ist der dritte am hinteren Ende der Zahnreihe stehende Backenzahn, welcher bei einem normal entwickelten Kiefer etwa zwischen dem 17. bis 24. Lebensjahr durchbricht. Wegen Platzmangels in einem durch die Zivilisation zurückgebildeten Kiefer kommt es - besonders bei den unteren Weisheitszähnen - häufig zu Komplikationen während des Durchbruchs. Auch nicht durchgebrochene Weisheitszähne können erhebliche Beschwerden bereiten, indem sie auf die Wurzel des davor liegenden Zahnes drücken und dadurch unklare Gesichts- beziehungsweise Ohrenschmerzen verursachen.

Wurzelbehandlung

Die Wurzelkanalbehandlung ist der Oberbegriff für zahnärztliche Behandlungsmaßnahmen bei einem erkrankten oder abgestorbenen Zahnnerv mit dem Ziel einer Zahnerhaltung. Nach Anbohren und vollständigem (eventuell auch nur teilweisem) Entfernen des erkrankten oder eitrig zerfallenen Zahnnervs wird der Wurzelkanal gründlich aufbereitet und gereinigt, und anschließend mit einer Wurzelkanalfüllung versorgt. Besonders im Bereich der Backenzähne ist das Wurzelkanalsystem besonders kompliziert aufgebaut. Hier ist eine Wurzelkanalbehandlung besonders schwierig und sehr kompliziert. Es besteht die Gefahr, dass Entzündungen im Wurzelkanalbereich nicht vollständig ausheilen. Das Ziel des Zahnarztes bei dieser Behandlung besteht darin, das so genannte Pulparestgewebe herauszuspülen und anhaftende Gewebereste vollständig zu entfernen.

Wurzelfüllung

Der aufbereitete und gründlich gereinigte Wurzelkanal wird durch ein gewebefreundliches Material versiegelt. Das Einbringen der Wurzelfüllung in den Zahn erfolgt mit einer feinen Spirale. Hierzu werden Materialien verwendet, die den dauerhaften und bakteriendichten Verschluss des gesamten Wurzelkanalsystems gewährleisten. Da früher des Öfteren Allergien dadurch aufgetreten sind, dass in dem zur Füllung verwendetem Kernmaterial und in der Paste Materialien, die Jod enthielten Verwendung fanden, werden heute nur noch so genannte Depot-Desinfektionsmittel verwendet. Wenn die Füllung absolut wanddicht bis in die Wurzelspitzen eingebracht ist, besteht die Gewähr, dass keine Infektionen entstehen. Aber das ist, schon aus anatomischen Gründen, nicht immer zu gewährleisten. So kann sich eine Wurzelkanalbehandlung und die Wurzelfüllung über einen sehr langen Zeitraum erstrecken.

Zahn

In einer Reihe angeordnetes, sich zweimal bildendes Körperorgan mit den Hauptfunktionen Nahrungszerkleinerung und Lautbildung. Entwicklungsgeschichtlich ein Anhangsgebilde der Haut. Im Milchgebiss gibt es 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne); das bleibende Gebiss hat mit den Weisheitszähnen 32 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne und 12 große Backenzähne). Man teilt den Zahn in Zahnkrone, -hals und -wurzel auf (siehe auch unter Gebiss). Im Wesentlichen besteht der Zahn aus einer äußerst harten, emailleartigen Oberschicht, dem Schmelz, dem weicheren Dentin (Zahnbein), und dem Zahnzement der Wurzel. In seinem Inneren befindet sich die Pulpa (laienhaft: Nerv).

Zahnarzt

Die Bezeichnung Dentist, Zahnmediziner, Zahnärztin oder Zahnarzt gilt für Personen, die das Studium der Zahnheilkunde absolviert haben und durch Ihre Approbation zur berufsmäßigen Ausübung der Zahnheilkunde berechtigt sind. Die Zahnärzte in Europa sind überwiegend in eigenen Praxen als niedergelassene Dentisten tätig. Entweder freiberuflich, als Vertragsarzt, oder auch Assistenzarzt in den verschiedenen Fachbereichen der Zahnheilkunde. Damit die Zahnärzte praktizieren dürfen, besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtung zur Weiterbildung.

Zahnbelag

Oberbegriff für alle Verunreinigungen auf den Zahnoberflächen und dem Zahnfleischrand. Man unterscheidet zwischen harten (zum Beispiel Zahnstein, Konkremente) und weichen Zahnbelägen (zum Beispiel Plaque). Diese Zahnbeläge müssen entfernt werden, ansonsten entstehen Karies und Parodontitis. Die harten Zahnbeläge werden heute in der Regel mit Ultraschallgeräten entfernt.

Zahnersatz

Falsche Zähne dienen im allgemein der Wiederherstellung von Kaufunktion, Sprache und dem äußeren Aussehen. Diese Forderungen können in der Zahnheilkunde durch vielfältige Maßnahmen erreicht werden, wobei grundsätzlich zwischen herausnehmbaren und festsitzendem Zahnersatz und der Kombinationen beider Arten unterschieden wird. Hinzu kommt die Möglichkeit des Einpflanzens künstlicher Zahnwurzeln, den Implantaten und in wenigen Fällen auch noch die Möglichkeit einer kieferorthopädischen Schließung zur Wiederherstellung einer geschlossenen, möglichst dem natürlichen Gebiss funktionell und ästhetisch gleichwertigen Zahnreihe. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, totale Prothese), und eine Kombination beider Formen. Die Härte der verwendeten künstlichen Zahnflächen sollte nach Möglichkeit der des Zahnschmelzes entsprechen. Edelmetalle sind meist weicher, Keramikarbeiten härter als dieser.

Zahnhals

Leicht eingezogene Übergangsstelle zwischen dem sichtbaren Zahnschmelz und der Zahnwurzel. Bei gesunden Zähnen überdeckt Zahnfleisch den Zahnhals. Freiliegende Zahnhälse können Schmerzen durch süße, kalte und heiße Speisen sowie durch Berührung verursachen.

Zahnnerven

Die Zähne des Kiefers werden ausschließlich vom Trigeminusnerv (Gehirnnerv) versorgt. Die feinsten Endigungen des Trigeminus enden in der Pulpa (Nerv) eines Zahnes.

Zahnwiederherstellung

Die Zahnwiederherstellung erfolgt durch einen Zahnersatz. Zahnersatz ist eine Zahnergänzung oder der Ersatz des ursprünglichen, natürlichen Gebisses und/oder einzelner Zähne durch Implantate, Kronen, Brücken, Zahnprothesen, Zahnfüllungen uvm. Bei dieser Zahnsanierung sind heute ästhetische Faktoren neben einer Wiederherstellung der Kaufunktion genau so wichtig.

Zahnwurzel

Die unterschiedlichen Zahngruppen im Ober- und Unterkiefer haben verschiedene Anzahlen von Zahnwurzeln. Die Schneide-, Eck- und kleinen Backenzähne besitzen eine Wurzel, die unteren großen Backenzähne zwei und die oberen großen Backenzähne drei Zahnwurzeln. Die Zahnwurzel ist dass Zahnbein, ein mit Zement überzogenes Verankerungsteil zur Befestigung des Zahnes im Kieferknochen. Bei gesunden Mundverhältnissen sind die Zahnwurzeln vom Kieferknochen umgeben und mit Zahnfleisch bedeckt. Die Zahnwurzel wird bei der Zahnentwicklung zuletzt gebildet. Sie bewirkt durch ihr Wachstum den Durchbruch des Zahnes. Auch nach Abschluss des Zahndurchbruchs wächst die Zahnwurzel noch über einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren weiter, bis sie ihre endgültige Ausprägung erhält.

Zyste, Kieferzyste

Rundlich geschlossener, mit einer Flüssigkeit oder breiigem Material gefüllter Körperhohlraum, der durch eine Kapsel abgegrenzt ist. Zysten sind im Kieferbereich relativ häufig anzutreffen und neigen stets zu einer gutartigen (meist langsamen) Vergrößerung. Auch nach Entfernung des die Zyste verursachenden Zahnes wachsen diese Gebilde weiter. Sie können unter Umständen bis zur Größe eines kleinen Hühnereies wachsen, bevor sie den Kieferknochen durchbrechen. Da diese Zysten - falls sie nicht infiziert werden - bis zu einer gewissen Größe völlig schmerzlos sind, ist ihre Erkennung meist nur röntgenologisch möglich.

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